Die Bluthochzeit
Die Bluthochzeit

Die Bluthochzeit

Originaltitel
De Bloedbruiloft
Genre
Drama
Land /Jahr
Belgien 2005
 
88 min, ab 12 Jahren (fsk)
Medium
DVD (Leihfassung)
Verleih ab
20.10.2005 ( Kino Deutschland ) bei Highlight Film und Home Entertainment
Regie
Darsteller
Links
IMDB
|0  katastrophal
brilliant  10|
6,0 (Filmreporter)
8,0 (2 User)
Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenAwardsMeinungenMeinungTrailerDVDs
Making of • Der Comic • Die Besetzung • Interview mit Marc Conrad und • Norbert Preuss
Er soll der schönste Tag in ihrem Leben werden, einen neuen Abschnitt einleiten. Für Pessimisten ist er der Beginn einer oft lebenslangen Gefangennahme, die häufig nur mit dem Tod endet. Für Sophie Halberstadt (Lisa-Maria Potthoff) und Mark Walzer (Arne Lenk) ist ihr Hochzeitstag das alles in komprimierter Form. Was für das junge Pärchen wie ein unvergesslich schöner Tag beginnt, endet in einer Katastrophe. Um den Tag des Ehebundes angemessen zu feiern, trifft sich die Familie im idyllischen Landgasthof "Zum Burggarten". Dass sich der Gourmetkoch Franz Berger mit seinem Lokal finanziell übernommen hat, spielt zunächst keine Rolle, wird jedoch im Laufe des Tages an seinem Verhalten bemerkbar. Bräutigamsvater Hermann Walzer (Armin Rohde), schwerreich und überheblich, sieht sich am liebsten in der Rolle des Befehlshabers - und das lässt er der Hochzeitsgesellschaft überdeutlich spüren. Als eine Vorspeise nicht nach seinen Wünschen serviert wird kommt es zur Auseinadersetzung mit dem Gastwirt. Die Gemüter sind nicht zu beruhigen und der Festtag beginnt langsam und aber unaufhaltsam aus dem Ruder zu laufen.
Dominique Deruddere hat eine aufwendige Adaption des gleichnamigen Erfolgscomics von Jean van Hamme geschaffen. Das cineastische Unterfangen beginnt verheißungsvoll als rabenschwarze Komödie - endet jedoch als eine harmlose Moralität über Entstehung und Beseitigung von Aggressionen. Die Komödie ist von den Protagonisten bis hin in den Nebenrollen zwar glänzend besetzt, doch sie löst die aufgeworfenen Konflikte auf nicht nachvollziehbarer Weise auf. Sowohl Uwe Ochsenknecht als auch Armin Rohde erledigen ihre Aufgabe mit gewohnter Souveränität. Vor allem Rohde glänzt als unausstehlicher Rüpel, setzt wiederholt sein dämonisches Lächeln großartig in Szene. Das erinnert - seinem Charakter entsprechend - fast an das Zähnefletschen eines Bullterriers. Obwohl Derudderes Werk auf eine interessante Vorlage und eine noch bessere Besetzung bauen kann, mangelt es der deutsch-belgischen Koproduktion letztlich an Beißkraft. Das Drehbuch leidet unter der fehlenden Bereitschaft, die angerissenen Konflikte adäquat fortzuführen und aufzulösen.
Vincenzo Panza/Filmreporter.de
Videoclip: Die Bluthochzeit
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2021