Amerikana
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Amerikana

Amerikana

Originaltitel
Amerikana
Land /Jahr
USA, Deutschland 2001
 
95 min, ab 12 Jahren (fsk)
Medium
DVD (Kauffassung)
Kaufstart
17.04.2007 ( Kino Deutschland ) bei Cine Plus Home Entertainment
Regie
Darsteller
Links
IMDB
|0  katastrophal
brilliant  10|
3,0 (Filmreporter)
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Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenMeinungDVDs
Chris (Michael A. Goorjian) hat eine schwere Trennung hinter sich. Seine dänische Freundin hat ihn wegen einem anderen verlassen. Und auch seine Doktorarbeit lässt ihm keine Ruhe. Um sich von seinen Problemen abzulenken, macht er eine Reise durch die USA. Zusammen mit seinem Freund Peter (James Duval) startet er von Süd Dakota in Richtung Los Angeles, Kalifornien. Die zwei Reisenden sind sehr unterschiedlich. Chris ist ein spießiger Amerikaner, er möchte immer alles im Griff haben. Peter ist das Gegenteil, er sucht sein Glück in der Musik, ist etwas gutgläubig und lässt er sich gerne auf Fremde ein. Ihre erste Station ist das Nationaldenkmal Mount Rushmore. Spätestens hier machen sich die Unterschiede zwischen den Beiden bemerkbar. Peters fast kindische Neugierde steht im krassen Gegensatz zu dem zynischen Realismus von Chris. In Soul Lake City sollen sich ihre Wege trennen, doch die Ereignisse einer Nacht lassen sie einsehen, dass sie einander brauchen, um mit den traumatischen Erlebnissen ihrer Vergangenheit klar zu kommen.
Regisseur James Merendino ("SLC Punk") hält sich an den Regeln des Dogma-Manifests. Die wackeligen Kameraeinstellungen sind gewöhnungsbedürftig. Bei der Tongestaltung hat sich der Italoamerikaner jedoch einige Freiheiten erlaubt. Im Unterschied zu anderen Dogma-Filmen sind seine Dialoge gut verständlich. Auch setzt er Musik in als Score ein. Streng genommen darf in Dogma-Verfilmungen Musik jedoch nicht nachträglich eingespielt werden. Abgesehen von der spannenden formellen Gestaltung bietet das untypische Road-Movie wenig Neues. Aus der Sicht des Regisseurs ist sein Drama ein fast dokumentarischer Ausblick auf die USA. Doch außer Klischeebeladenen Bildern von der Entfremdung und der korrupten Medienwelt ist davon wenig zu sehen. Das Drama kommt zudem nur langsam in Schwung. Aufgrund der vagen, zu weit ausholenden Handlung kommt keine Spannung auf.
Tzveta Bozadjieva, Filmreporter.de
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2021