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Bloody Sunday

Originaltitel
Bloody Sunday
Genre
Drama
 
Irland/Großbritannien 2001
 
110 min, ab 12 Jahren (fsk)
Medium
DVD (Kauffassung)
 
 
Verkaufsstart
30.01.2009 ( D ) bei EpiX Media
 
 
Regie
Darsteller
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Bloody Sunday - Blutsonntag (DVD) 2001
Epix
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Realistisches Drama über den Nordirlandkonflikt

Der 30. Januar 1972 geht als tragischer Tag in die irische Geschichte ein. Am Sonntagmorgen findet in Derry/Nordirland eine Demonstration für mehr Bürgerrechte der katholischen Bevölkerung Nordirlands statt. Denn die so genannte Internment-Politik gestattet die Internierung katholischer Bewohner der Provinz ohne konkreten Verdacht. Bürgerrechtler Ivan Cooper (James Nesbitt) führt den unbewaffneten Zug an, der friedlich durch die Straßen zieht. Um Ausschreitungen vorzubeugen, ist das britische Militär in großer Zahl präsent. Dann fallen Schüsse, die Fallschirmjäger eröffnen ohne ersichtlichen Grund das Feuer auf die unbewaffneten Demonstranten. 13 Menschen sterben noch auf der Straße, 14 werden verletzt, einer davon stirbt wenige Monate nach dem Vorfall an den Folgen der Schussverletzungen. Das Massaker ist der traurige Höhepunkt des seit langem schwelenden Nordirlandkonfliktes. Zornige und bestürzte Iren stürmen die britische Botschaft in Dublin und setzen sie in Flammen, die IRA verübt in der Folgezeit mehrere Vergeltungsanschläge, der Konflikt ist ein weiteres Mal eskaliert.


Die Ereignisse des 30. Januars 1972 führten zu weiteren Gewaltexzessen von beiden Seiten und machten das Jahr zum blutigsten des Nordirlandkonflikts. Die Inbrandsetzung der britischen Botschaft in Dublin war die erste Reaktion der wütenden Katholiken im Land, später rächte sich die IRA mit zahlreichen Anschlägen. Warum die britischen Fallschirmjäger das Feuer auf die Demonstranten eröffnete, ist bis heute unklar. Eine erste Untersuchung im April 1972 sprach die Armeeführung und die beteiligten Soldaten, auf deren Seite es keine Opfer gab, von aller Schuld frei. Nicht nur Augenzeugen bezweifelten die Neutralität der Untersuchungskommission. Da die Angehörigen der Opfer nicht locker ließen, beauftragte Premierminister Tony Blair 1998 eine weitere Kommission mit der Untersuchung der Geschehnisse. Deren Ergebnis liegt bis heute nicht vor. Britische und irische Künstler wie John Lennon, Paul McCartney und die Rockgruppe U2 haben den Bloody Sunday (zu deutsch: Blutiger Sonntag) musikalisch verarbeitet. Paul Greengrass ("Die Bourne Verschwörung") erhielt 2002 den Goldenen Bären für seine halbdokumentarische Aufarbeitung des Massakers.
Bloody Sunday
Epix Media
Galerie: Bloody Sunday
Paul Greengrass ("Die Bourne Verschwörung") widmet sein halbdokumentarisches Historien-Drama dem wohl schwärzesten Tag im Nordirlandkonflikt.
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