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Let's Make Money

Let's Make Money

Originaltitel
Let's Make Money
Genre
Dokumentarfilm
Land /Jahr
2008
 
103 min, ab 0 Jahren (fsk)
Medium
DVD (Leihfassung)
Verleih ab
04.06.2009 ( Kino Deutschland | Kino Schweiz | Kino Österreich ) bei EuroVideo Medien
Regie
Erwin Wagenhofer
Darsteller
Antonio Baena Perez, Martin Walker, Miguel Angel Torres, Karafahan Tani, Dr. Gerhard Schwarz, Anton Schneider
Links
IMDB
|0  katastrophal
brilliant  10|
5,0 (Filmreporter)
7,0 (1 User)
Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenMeinungenMeinungTrailerGalerieDVDs
Making of • Deleted Scenes
Dokumentarfilm über das globale Finanzsystem
Eröffnet man ein Konto bei der Bank seiner Wahl hat man keine Ahnung, was anschließend mit dem Geld passiert. Die Bank speist die Euros in den globalen Geldmarkt, um es Gewinnbringend zu vermehren. Afrikanische Baumwollbauern und indische Industriearbeiter schuften für einen Hungerlohn und richten ihre Umwelt zugrunde, damit Aktionäre und skrupellose Unternehmer horrende Gewinne einfahren. Kurzfristig denkende Politiker genehmigen unsinnige Bauprojekte, die ganze Landstriche verwüsten und von denen sie im Voraus wissen, dass sie niemals auch nur von einem einzigen Menschen genutzt werden und dann noch auf Kosten der Steuerzahler instand gehalten werden müssen. So genannte Wirtschaftskiller werden darauf angesetzt, arme Länder in die Verschuldung zu treiben, um sie dadurch erpressbar zu machen. Während sich die Schere zwischen arm und reich immer weiter öffnet, blühen Steueroasen wie Luxemburg oder Jersey auf. Erwin Wagenhofer bietet durch mehrere Perspektiven einen guten Einblick in das verworrene Geflecht des internationalen Finanzmarktes.
Der globale Finanzmarkt ist derart verworren und unübersichtlich, dass er für einen normalen Bankkunden wenig greifbar ist. Es ist das Verdienst von Erwin Wagenhofer, diese komplexen Strukturen in einer verständlichen Art und Weise darzustellen. Er beleuchtet verschiedene Aspekte der Ausbeutung armer Länder durch die westlichen Industriestaaten und zeigt auf, dass der normale Bankkunde mit seinem Konto oder seiner Altersvorsorge diese Ausbeutung ohne es zu wissen auch noch unterstützt. Eine frustrierende Einsicht, denn was soll man tun mit seinem hart verdienten Geld? Es wie in alten Zeiten in der Matratze verstecken? Darauf kann der Regisseur leider auch keine Antwort geben. Was beeindruckt, ist die Auswahl der Interviewten und deren Auskunftsbereitschaft. Da sitzt ein millionenschwerer Investor vor der Kamera und sagt fröhlich den folgenden Satz: "Man muss kaufen solange das Blut noch auf den Straßen fließt." Für die Folgeschäden seiner Heuschreckenpolitik fühlt er sich natürlich nicht verantwortlich. Unglaublich auch, dass sich ein so genannter Wirtschaftskiller zu Wort meldet und seinen Beruf erklärt: Arme Länder in die Verschuldung treiben um sie dann erpressen zu können - mit dem Segen der eigenen Regierung. Um diese Geschehnisse in der Realität des Zuschauers zu verankern, werden auch ihm näher liegende Beispiele geliefert, wie zum Beispiel der Verkauf der Wiener Straßenbahn an einen amerikanischen Investor und dessen Folgen für die Steuerzahler. Das zunächst dröge erscheinende Thema wird durch interessante Fallbeispiele durchschaubar gemacht, dennoch macht sich etwas Langeweile breit. Was dem Film fehlt ist eine klare Struktur. So erscheinen die 110 Minuten unnötig lang.
Ann-Catherin Karg/Filmreporter.de
Videoclip: Let's make money
Eröffnet man ein Konto bei der Bank seiner Wahl hat man keine Ahnung, was anschließend mit dem Geld passiert. Die Bank speist die Euros in den...
Galerie: Let's make money
Anhand diverser Beispiele zeigt Erwin Wagenhofer auf, wie der globale Finanzmarkt funktioniert und welch verheerenden Folgen sich daraus ergeben.
Delphi Filmverleih
Let's Make Money
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2021