Alive
Jean Cocteau Edition

Jean Cocteau Edition

Originaltitel
Jean Cocteau Edition
 
293 min, ab 16 Jahren (fsk)
Medium
Filmbox
Kaufstart
31.07.2009 ( ) bei AL!VE
 
Bildformat
4:3 (1:1,33)
3D
  -
HDR
  -
Ton
Uferlose Poesie und dramatische Verwicklungen
In "Orphée" muss der gleichnamige Poet (Jean Marais) mit ansehen, wie sein junger Berufskollege Jacques Cégeste (Edouard Dermithe) in einem Straßenlokal zu Tode kommt. Zusammen mit einer rätselhaften Prinzessin (Maria Casarès) betritt Orphée daraufhin das Schattenreich des Todes, während sich seine Frau Eurydice (Marie Déa) daheim um ihn sorgt. Ganz andere Sorgen hat Königin Natasha (Edwige Feuillère) in "Der Doppeladler", als sie eines Abends auf Schloss Krantz von dem Anarchisten Stanislas (Marais) heimgesucht wird. Der scheinbar orientierungslose Feind der Monarchie taumelt in ihr Leben. Aus dem Gefängnis entflohen, sucht Stanislas ausgerechnet auf Schloss Krantz Zuflucht. In "Die schrecklichen Eltern" sorgt sich Yvonne (Yvonne de Bray) um ihren Sohn Michel (Marais), der neuerdings seine Nächte mit der attraktiven Madeleine (Josette Day) verbringt. Yvonne ahnt nicht, dass auch ihr Ehemann Georges (Marcel André) bestens mit Madeleine bekannt ist.
Schriftsteller und Maler Jean Cocteau lässt in seinen drei Werken der Poesie freien Lauf. Der rote Faden bei der Zusammenstellung der Edition ist in erster Linie jedoch Jean Marais, der in allen drei Spielfilmen die Hauptrolle übernimmt. Marais ist der langjährige Lebenspartner des französischen Regisseurs. Spötter meinen, dass er vor allem deswegen so oft in tragender Rolle zu sehen ist. Dieser Meinung kann man sich anschließen, wenn man "Der Doppeladler" und "Die schrecklichen Eltern" betrachtet, in diesen Werken wirkt Marais steif, blass und theatralisch. Die Edition ist einfach gestaltet und wird von einer Zeichnung des Meisters geziert. Als Extras sind Trailer, Audiokommentare, eine Dokumentation zu Special Effects und ein Interview mit Cocteaus Nichte Dominique Marny enthalten. Insgesamt gewährt die Edition einen soliden Einblick in das Schaffen des umtriebigen Franzosen, obgleich die personenbezogene Zusammenstellung die Pionierleistung Cocteaus nur partiell wiedergibt.
Timo Buschkämper, Filmreporter.de
Alive
Jean Cocteau Edition
2021