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Auf der Kugel stand kein Name (Classic Western Collection)

Auf der Kugel stand kein Name (Classic Western Collection)

Originaltitel
No Name on the Bullet
Genre
Western
Land /Jahr
USA 1959
 
74 min, ab 12 Jahren (fsk)
Medium
DVD (Kauffassung)
Kaufstart
25.06.2010 ( Kino Deutschland ) bei Koch Films
Regie
Jack Arnold
Darsteller
Hugh Corcoran, Audie Murphy, Russell Custer, Edgar Dearing, James Dime, Harold Goodwin
Links
IMDB
|0  katastrophal
brilliant  10|
7,0 (Filmreporter)
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4-seitiges Booklet • Featurette (ca. 11 Minuten) • Originaltrailer • Bildergalerie mit seltenem Werbematerial
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Western-Star Audie Murphy als kalter Racheengel
Das unschuldige, fast kindliche Gesicht mit den stahlblauen Augen trügt: John Gant (Audie Murphy) ist ein gefährlicher Auftragskiller. Seine Ankunft in der Kleinstadt Lordsburg versetzt deren Bewohner in Angst und Panik. Denn der Fremde genießt einen mörderischen Ruf: er tötet, um Verbrechen aus der Vergangenheit zu rächen. Doch wer aus der Stadt ist Zielscheibe des Revolverhelden? Während sich alle den Kopf darüber zerbrechen, lässt sich Gant viel Zeit.

Trotz den Gerüchten freundet sich der örtliche Arzt Dr. Luke Canfield (Charles Drake) mit dem Fremden ab. Die Erwartung treibt die Stadtbewohner fast in den Wahnsinn. Denn fast jeder hat irgendeine Sünde auf dem Buckel und befürchtet nun dafür bestraft zu werden. Ein Selbstmord und wilde Anschuldigungen verpesten die Stimmung in der Stadt. Auch Sheriff Buck Hastings (Willis Bouchey) kann nichts gegen diese Entwicklung unternehmen. Bald kommt die Wahrheit zum Vorschein und das Verhängnis nimmt seinen Lauf...
Der einsame Reiter und Revolverheld ist eine bekannte Figur aus vielen Western. Der erfahrene Genre-Schauspieler Audie Murphy verkörpert hier einen düsteren Einzelgänger, als gewohnt. Sein harter, emotionsloser Blick entbehrt jeglicher menschlicher Wärme. Der Hollywood-Schauspieler dürfte die perfekte Besetzung für die Rolle sein. Murphys Kollege Morgan Woodward war von der Kraft seines Blickes begeistert: "Seine Augen schienen zu tanzen. Sie hatten einen tödlichen Glanz, einen tödlichen, wilden Blick".

Regisseur Jack Arnold nimmt ein bekanntes Motiv auf. Wie in "Des Teufels Lohn" aus dem Jahr 1957 konfrontiert er eine ganze Stadt mit der Gewissensfrage. Mit den Mitteln des Western entsteht so eine grimmige Gesellschaftsstudie. Paranoia und Engstirnigkeit dominieren das emotionale Bild des 'Gunmen'-Films. Die üblichen Schießduelle aus dem klassischen Western lässt der Regisseur weg. Vielmehr basiert die Handlung überwiegend auf Dialogen. Gelungene, subtile Mentalitätsstudie.
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2021