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Hamam - Das türkische Bad

Hamam - Das türkische Bad

Originaltitel
Hamam
Genre
Drama
Land /Jahr
Italien, Türkei, Spanien 1997
 
95 min, ab 12 Jahren (fsk)
Medium
DVD (Kauffassung)
Kaufstart
11.06.2010 ( Kino Deutschland ) bei Alamode Filmdistribution
Regie
Ferzan Ozpetek
Darsteller
Alessandro Gassman, Necdet Mahfi Ayral, Alper Kul, Murat Ilker, Zerrin Arbas, Ludovica Modugno
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IMDB
|0  katastrophal
brilliant  10|
7,0 (Filmreporter)
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Betörend schöne und sinnliche Hamam-Erfahrung
Der junge italienische Innenausstatter Francesco (Alessandro Gassman) erbt von seiner verstorbenen Tante in Istanbul ein türkisches Bad, ein Hamam. Anfangs zeigt er sich gar nicht begeistert von dem etwas verfallenen Erbe, zumal er Hals über Kopf in die Türkei reisen muss, um den Papierkram zu erledigen. In Istanbul setzt er alles daran, das Hamam so schnell als möglich zu verkaufen. Eine interessierte Käuferin hat sich bereits gemeldet. Diese plant, das gesamte Stadtviertel abzureisen und an seiner Stelle ein gigantisches Vergnügungsviertel zu bauen. Doch dann zieht das türkische Bad Francesco in seinen Bann und er ändert seine Pläne. Er verlängert seinen Aufenthalt in der Türkei und beschließt das Hamam zu renovieren. Die Menschen des Viertels geben dem Fremden dabei tatkräftige Unterstützung und helfen bei der Renovierung. Im Hamam erfährt Francesco nicht nur bislang ungekannte Entspannung, sondern auch neue sexuelle Erfahrungen. Als ihn seine Frau Marta (Francesca d'Aloja) in Istanbul besucht, gerät sein Leben aus den Fugen.
Das Aufeinanderprallen zweier Kulturen kann mitunter ungeahnte Reaktionen auslösen. Was aber, wenn zwei nicht miteinander vereinbare Lebenseinstellungen, die grundverschiedener nicht sein könnten, aufeinanderprallen? In seinem Erstlingswerk beschreibt der in Rom lebende türkische Filmemacher Ferzan Ozpetek genau dieses Szenario. Ein junger, gutaussehender und verheirateter Italiener erlebt in einem türkischen Hamam sein homosexuelles Erwachen mit dem Sohn des Hausmeisters. Ein schwules Paar hat in der konservativen Kultur der Türkei keinen Platz. In melancholischen Bildern und einem ruhigen Erzähltempo, das einem Märchen ähnelt, beschreibt Ozpetek die inneren Konflikte seines Protagonisten. Er verurteilt nicht, er zeigt und lässt sein Publikum mitfühlen. "Hamam - Das türkische Bad" ist auch ein Selbstfindungsprozess, im Verlauf dessen man seine eigenen Wertvorstellungen kritisch hinterfragt. Man muss nicht schwul oder lesbisch sein, um die Tragikomödie mit Haut und Haar genießen zu können, Ozpeteks Filmsprache ist universell.
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2021