Filmreporter-RSS
©Concorde Home Entertainment

Das Bildnis des Dorian Gray

Ewig jung. Ewig verdammt.

OriginaltitelDorian Gray
GenreDrama
Land & Jahr Großbritannien 2009
FSK & Länge ab 16 Jahren • 112 min.
MediumBlu-ray (Kauf)
AnbieterConcorde Home Entertainment
Verkaufsstart19.08.2010
RegieOliver Parker
DarstellerColin Firth, Simon John Wilson, Jules Smith, Leonard Silver, Nathan Rosen, Chris Jameson
Links IMDB
Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenMeinungenNewsTrailerGalerieDVDsbewerten
DVD Extras: Entfallene Szenen • Hinter den Kulissen • Interviews mit Darstellern & Crew • Outtakes vom Dreh • 4 Featurettes

Von einem Naivling, der auszog, böse zu werden

Jeder ist von der Schönheit Dorian Grays (Ben Barnes) fasziniert. Auch Maler Basil Hallward (Ben Chaplin) erliegt der Anziehungskraft des hübschen Jünglings. Sein Gemälde des naiven Schönlings wird zu seinem Meisterwerk. Der gelangweilte Lord Henry Wotton (Colin Firth) ist ebenso fasziniert. Doch sein Interesse ist anderer Natur. Er stellt sich die Frage, ob die äußerliche Schönheit mit der inneren gleichzusetzen ist. Kann man die moralischen Vergehen am äußeren Erscheinungsbild ablesen? Er macht es sich zur Aufgabe, Dorian zu verführen und dessen Anmut zu zerstören. Doch Dorian hat ein Geheimnis. Sein unbedacht ausgesprochener Wunsch, seine Seele zu geben, wenn nicht er, sondern sein Portrait altern würde, ist wahr geworden. All seine lasterhaften Ausschweifungen gehen spurlos an ihm vorüber, dafür greifen sie das Bild umso mehr an. Es verwandelt sich immer mehr zu einer hässlichen vermodernden Fratze. Um sein Geheimnis zu bewahren, schreckt Dorian auch vor Mord nicht zurück. Jahre später schwebt auch Lord Wottons Tochter Emily (Rebecca Hall) in Gefahr.
Literaturverfilmungen haben es schwer, denn sie werden zwangsläufig an der literarischen Vorlage gemessen. Neben den subjektiven Vorstellungen der Leser gibt es auch objektiv nachvollziehbare Vergleiche. Wie nah ist die Story am Vorbild? Wurden wichtige Handlungsstränge oder Figuren ausgelassen, hinzuerfunden oder komplett verändert? Auch im Fall von "Das Bildnis des Dorian Gray" werden die Nörgler zum Zuge kommen. Doch sollte man der Literaturadaption die Chance geben, sich als eigenständiges Werk zu behaupten. Schließlich hat das Medium seine eigenen Anforderungen und Möglichkeiten. Oscar Wilde hatte vor über 100 Jahren die Idee zum Stoff des ebenso selbstverliebten wie skrupellosen Schönlings, man muss die Geschichte also nicht neu erfinden. Oliver Parkers Werk erhebt nicht den Anspruch, einer werksgetreuen Bearbeitung, daher sollte man den kreativen Umgang mit der Vorlage nicht verteufeln. Der Charakter Dorians ist hier etwas anders angelegt. Er wird deutlicher als unschuldiger Jüngling dargestellt, der sich durch seine Naivität in etwas hineinziehen lässt, worüber er allmählich die Kontrolle verliert. Lord Wotton übernimmt im Film in größerem Maße die Rolle des diabolischen Verführers. Außerdem hat ihm Drehbuchautor Toby Finlay eine Tochter gegeben. Für die Handlung sind die Figuren schlüssig charakterisiert. Ihre Handlungsmotive sind nachvollziehbar. Ben Barnes spielt den naiven Schönling sehr überzeugend. Am Anfang tut er einem noch leid, später empfindet man nur noch Abscheu angesichts seiner moralischen Entgleisung. Den großartigen Colin Firth mal in einer anderen Rolle als des Nice Guy zu sehen, macht ebenfalls großen Spaß.

Bewertung abgeben

Bewertung
7,0
7,0 (Filmreporter)     
 (1 User)

Meinungen

Das Bildnis des Dorian Grey

Interessante Idee, die da hinter steckt, dennoch relativ schleppend umgesetzt. Der Film wird wohl eher für Fans aus der Horror/Erotik-Schiene sein. Man kann ihn sich aber... mehr
17.04.2010 14:21 Uhr - juno

Trailer: 

Das Bildnis des Dorian Gray

Dorian Gray (Ben Barnes) ist jung, schön und naiv. So ist er das perfekte Opfer für den reichen und gelangweilten Lord Henry Wotton (Colin Firth).  Clip starten
Amazon
Bücher, DVDs oder das neue Heimkino für Ihren Filmgenuss




 
Regisseur Oliver Parker liefert zwar keine originalgetreue Verfilmung des Klassikers von Oscar Wilde, aber trotzdem einen sehenswerten Kinofilm. mehr
Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenMeinungenNewsTrailerGalerieDVDsbewerten
© 2019 Filmreporter.de