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66/67 - Fairplay war gestern

66/67 - Fairplay war gestern

Originaltitel
66/67
Genre
Drama
Land /Jahr
Deutschland 2009
 
115 min, ab 16 Jahren (fsk)
Medium
Blu-ray (Leihassung)
Verleih ab
23.08.2010 ( Kino Deutschland ) bei Ascot Elite
Regie
Carsten Ludwig, Jan-Christoph Glaser
Darsteller
Sinan Akdeniz, Tillmann van Hees, Dogan Akgün, Stefan Lindstedt, Burak Yigit, Johannes Lang
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IMDB
|0  katastrophal
brilliant  10|
7,0 (Filmreporter)
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Männerfreundschaft zwischen Fußball und Gewalt
Eintracht Braunschweig war letztmals in der Saison 1966/67 deutscher Meister. Seither ging es mit dem Traditionsverein stetig bergab. Nichtsdestotrotz liegen Florian (Fabian Hinrichs), Otto (Christoph Bach), Henning (Maxim Mehmet), Christian (Christian Ahlers), Tamer (Fahri Ogün Yardim) und Mischa (Aurel Manthei) ihrem Fußballklub zu Füßen. Sie verteidigen die Ehre ihres Vereins mit brachialer Manneskraft, indem sie mit Vorliebe gegnerische Fans aufmischen und zusammenschlagen. Doch Ungemach steht dem Sextett ins Haus. Florian trifft sich heimlich mit Tamers attraktiver Schwester Özlem (Melika Foroutan) und Christian kriegt just von Freundin Michelle (Victoria Deutschmann) den Laufpass, als dieser sich mit ihr verloben will. Die Freunde müssen erkennen, dass sich ihr Verhältnis untereinander zusehends verändert und sich mit dem Erwachsen werden auch bisher verborgene Charaktereigenschaften stärker herausbilden. Der Rausch manch durchzechter Nacht oder der Konsum von Amphetaminen ist oftmals der einzig verbleibende Balsam in ihrer trostloser werdenden kleinen Welt.
Die beiden Jungregisseure Carsten Ludwig und Jan-Christoph Glaser liefern einen Spielfilm mit vielen Facetten. Es geht um Männerfreundschaft, Fußballliebe, Lebenskrise, Liebeskummer und Gewalt. Dabei ist interessant, dass die Darstellung in ihrem Verlauf zuzulegen weiß. Eben das macht ein gutes Fußballspiel aus. Eine verhältnismäßig hochwertige Schauspielleistung darf allen Protagonisten attestiert werden. Speziell jedoch die Darbietungen von Christoph Bach, Fahri Ogün Yardim und Melika Foroutan sind sehenswert. Fabian Hinrichs kann sich im Verlauf der Inszenierung steigern und trägt letztendlich entscheidend zum positiven Gesamteindruck bei. Was als eher belanglose Fußballfangeschichte beginnt, entwickelt sich mit der Zeit zu einem Drama, das den Abstieg in die Niederungen der menschlichen Seele nicht scheut. Ausuferndes Unglück und persönliche Krise vermischen sich, während Dialogstärke sowie ein glaubhaftes Maß an Authentizität ihr Übriges tun und dazu beitragen, dass sich die Erzählstränge nicht verselbstständigen.
farbfilm verleih
Videoclip:
Sechs Fans stehen uneingeschränkt zu ihrem Fußballverein Eintracht Braunschweig. Als Christian... 
Galerie:
Die Regisseure Carsten Ludwig und Jan-Christoph Glaser beeindrucken in ihrer Inszenierung mit authentischem Facettenreichtum.
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2021