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Plastic Planet

Originaltitel
Plastic Planet
Genre
Dokumentarfilm
 
Österreich 2009
 
91 min, ab 0 Jahren (fsk)
Medium
Blu-ray (Kauffassung)
 
 
Kaufstart
16.09.2010 ( D | CH | A ) bei EuroVideo Medien
 
 
Regie
Darsteller
Links
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Plastic Planet (Kino) 2009Thim Film
Deleted Scenes • Kein Heim für Plastik - Das Experiment zum Film • Schulmaterial • Audiodeskription für Sehbehinderte • Untertitel für Hörgeschädigte
Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenNewsTrailerGalerieDVDsbewerten

Können Menschen ohne Plastik überhaupt noch leben?

Schadet Plastik unserer Gesundheit? Wer ist verantwortlich für die Müllberge in unseren Meeren und Wüsten? Wer geht als Gewinner, und wer als Verlierer aus unserer Plastik-Epoche hervor? Regisseur Werner Boote geht in seiner Dokumentation diesen und anderen Fragen rund um den Kunststoff nach. Um Antworten zu erhalten, begab sich der Filmemacher auf eine lange Reise. In Venedig erinnert er sich an den Verseuchungsskandal einer lokalen PVC-Fabrik. In Beverly Hills trifft er sich mit einem Schönheitschirurgen, der die Brüste seiner Patientinnen mit Silikon ausstopft. In Österreich besucht er einen Kunststoffhersteller, in Shanghai eine Firma für Kunststoffverarbeitung und in Kalkutta macht er sich ein Bild von den zahllosen Müllkippen, auf denen Kinder in den Abfällen nach verwertbaren Kleidungsstücken, Plastikteilen und Essensresten wühlen. Dazwischen versucht Boote immer wieder mit Verantwortlichen der Plastikbranche ins Gespräch zu kommen. Doch genau das erweist sich oft als schwierig. Plastik hat zu Recht keinen guten Ruf: bei der Herstellung wird Erdöl und viel Energie wenig umweltschonend verbraucht, bei der Benutzung droht die Vergiftung und auch bei der Entsorgung liegt vieles im Argen...


Filmemacher und Drehbuchautor Werner Boote ist ein Kind unserer Plastikwelt, wie er sie gerne beschreibt. Er wuchs im Wien der 1960er Jahre auf. Sein Großvater war damals der Geschäftsführer der Interplastik-Werke und damit ein Wegbereiter des Kunststoffs. Als kleiner Junge freute er sich über die vielen Plastikgeschenke, die ihm sein Opa bei Wochenendbesuchen mitbrachte. Doch irgendwann begann er über den Sinn des Kunststoffes und deren Auswirkungen auf unser Leben nachzudenken. "Ich habe viel über die Teilbereiche gelesen und zahlreiche Fernsehberichte gesehen, die immer wieder einzelne Aspekte aufgriffen. Gewundert hat mich allerdings, dass es keinen Film gibt, der all die Puzzleteile auf den Tisch legt und zusammenfügt. Mit "Plastic Planet" wollte ich zeigen, wie umfassend dieses Problem ist und wie sehr es jeden von uns betrifft", so beschreibt der Filmemacher sein Anliegen. Mit seinen Recherchen begann Boote bereits um die Jahrtausendwende. Aber erst 2003 kam er auf die Produktionsfirma Neue Sentimental Film heran. 2007 fiel dann die erste Klappe für seine Dokumentation. Die Schwierigkeiten lagen laut dem Regisseur vor allem darin, von den Großen der Plastikindustrie Interviewtermine zu vereinbaren. Die hatten nämlich kein Interesse daran, dass über sie ein Film gedreht wird. Inhaltlich sei es schwierig gewesen, nicht zu tief in die Materie zu gehen, um Langweiligkeit vorzubeugen, aber auch nicht zu oberflächlich zu bleiben.
Plastic Planet (quer) 2009Thim Film
Plastic Planet (Kino) 2009
Videoclip: Plastic Planet
Wir essen und trinken aus Plastikbehältern, lassen uns Silikon implantieren und selbst in unserem Blut ist Plastik nachweisbar. Ganz zu schweigen von den Plastikverseuchten...  Clip starten
Galerie: Plastic Planet
Als Enkel des ehemaligen Geschäftsführers der Interplastik-Werke will Filmemacher Werner Boote mit "Plastic Planet" seinen Diskussionsbeitrag zum Thema Plastik beisteuern.
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