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Henri 4

Originaltitel
Henri 4
Alternativ
Henri IV; Henry of Navarre
Genre
Historienfilm
 
Deutschland/Frankreich 2009
 
154 min, ab 12 Jahren (fsk)
Medium
Blu-ray (Leihassung)
 
 
Verleih ab
15.09.2010 ( D ) bei Universum Film
 
 
Regie
Jo Baier
Darsteller
Pep Anton Muñoz, Julien Boisselier, Matthias Walter, Manfred Schmid, Aida Folch, Frank Kessler
Homepage
http://www.henri-vier.com
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IMDB
|0  katastrophal
brilliant  10|
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6,0 (Filmreporter)
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Henri 4Universum Film
Länge Bonusmaterial ca. 116 Minuten • Making Of in 11 Teilen
Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenNewsTrailerGalerieInterviewsDVDsbewerten

Epische Chronik eines blutigen Glaubenskrieges

Frankreich im 16. Jahrhundert: Zwischen Protestanten und Katholiken ist ein Glaubenskrieg ausgebrochen. Die katholische Königin Katharina de Medici (Hannelore Hoger) ist darum bemüht, den Thron für sich und ihre Söhne zu sichern. Zudem, will sie den Frieden durch eine Heirat erzwingen: Sie bietet ihrem Rivalen Henri (Julien Boisselier) aus Navarra die Hand ihrer Tochter Margot (Armelle Deutsch) an. Henri willigt ein, doch die Hochzeit endet im Blutbad der Bartholomäusnacht, in der tausende Protestanten massakriert werden. Henri überlebt, wird jedoch von Katharina de Medici im Louvre wie ein Gefangener gehalten und gezwungen, den katholischen Glauben anzunehmen. Nach einiger Zeit gelingt ihm die Flucht. In seiner Heimat angekommen, setzt Henri den Glaubenskrieg gegen die Katholiken fort. Die Religion ist dabei unerheblich für ihn. Unter seiner Herrschaft soll jeder das Recht haben, seine Glaubenszugehörigkeit frei wählen zu dürfen. Doch auch in seinem Gefolge lauern Feinde, die ihn stürzen wollen.


Als König setzte Henri IV. mit seinem Edikt von Nantes das Recht auf Glaubensfreiheit in Frankreich durch. Aufgrund seiner toleranten Haltung inmitten ideologischer Machtkämpfe wählte Heinrich Mann die Figur Henris als Protagonisten zweier Romane in den 1930er Jahren, die Jo Baier als Vorlage dienen. Mann sah in dem Monarchen eine geeignete Projektionsfläche humanistischer Ideale, um literarisch mit der Diktatur des Nationalsozialismus abzurechnen. Baiers Verfilmung soll als Allegorie auf gegenwärtige Glaubenskonflikte verstanden werden, Protagonist Henri als vernunftgeleitete Gegenfigur zu machthungrigen Glaubensfanatikern. Leider kommt der politische Aspekt unter dem Gewicht der epischen Erzählung nur in Ansätzen zur Geltung. Gerade am Beispiel der Bartholomäusnacht wird der ganze Wahnsinn des Konfliktes deutlich, doch wird die blutige Episode zu schnell abgehandelt, um Spuren im Bewusstsein der Zuschauer zu hinterlassen. Im Bemühen, das gesamte Leben Henris in einem Film zu erzählen, nimmt sich die Geschichte bisweilen nicht die Zeit, um dessen Entwicklung vom Feldherrn zum modernen Staatsmann greifbar zu machen. Dennoch gelingt es dem Film, das Interesse am Schicksal des Protagonisten bis zum Ende aufrechtzuerhalten. Das liegt in erster Linie am charismatischen Hauptdarsteller Julien Boisselier sowie der Regie Baiers. Dessen Inszenierung ist mal roh, mal sinnlich und reißt den Zuschauer mit ihrer Dynamik immer wieder mit. So überzeugt "Henri 4" eher aufgrund seiner handwerklichen Qualität, als durch den intendierten Gegenwartsbezug.
Henri 4Central Film
Henri 4
Videoclip: Henri 4
Frankreich im 16. Jahrhundert: Um dem Krieg zwischen Protestanten und Katholiken ein Ende zu setzen, erklärt sich Henri (Julien Boisselier) dazu bereit, die Tochter der...  Clip starten
Galerie: Henri 4
"Henri 4" ist als kritische Allegorie auf heutige Glaubenskonflikte intendiert. Als solche funktioniert Jo Baiers Film nur bedingt, da viele Aspekte zu schnell abgehandelt...
Hannelore
Interview mit Hannelore Hoger: Geschichtsstunde mit Hannelore Hoger
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