Warner Bros.
Vertraute Fremde

Vertraute Fremde

Originaltitel
Quartier Lointain
Alternativ
Distant Neighbourhood
Genre
Drama
Land /Jahr
Belgien, Luxemburg, Deutschland, Frankreich 2010
 
94 min, ab 0 Jahren (fsk)
Medium
DVD (Kauffassung)
Kaufstart
26.11.2010 ( Kino Deutschland | Kino Österreich ) bei Warner Home Video
Regie
Sam Garbarski
Darsteller
Pascal Gréggory, Jonathan Zaccaï, Léo Legrand, Pierre-Louis Bellet, Laura Martin, Laura Moisson
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IMDB
|0  katastrophal
brilliant  10|
7,0 (Filmreporter)
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Reise zurück in die eigene Vergangenheit
Comiczeichner Thomas (Pascal Gréggory) lebt mit seiner Frau und ihren Töchtern in Paris. Eigentlich ist er mit seinem Leben ganz zufrieden, dennoch hat er ständig das Gefühl, dass ihm etwas fehlt. Nach einer Comic-Messe verschlägt es ihn zufällig in sein Heimatdorf. Da der nächste Zug nach Paris erst in einigen Stunden fährt, entschließt er sich zu einem Gang zum Friedhof. Hier will er das Grab seiner Mutter (Alexandra Maria Lara) besuchen. Hier holen ihn nicht nur angenehme Erinnerungen ein. Nach einem Sturz erwacht er als 14-Jähriger (Léo Legrand) und findet sich in seiner eigenen Jugend wieder. Anfänglich stört ihn seine neue Haut, doch dann beginnt Thomas das Leben neu zu genießen. Erst als der Geburtstag seines Vaters näher rückt, erfährt er seine Bestimmung. An diesem Tag ist sein Vater spurlos verschwunden. Thomas beginnt ihm nachzuspionieren und versucht ihn mit allen Mitteln, ihn von seinem Vorhaben abzuhalten. Denn diesem Ereignis gibt er die Schuld am frühen Tod seiner Mutter. Im Lauf der Ereignisse trifft Thomas auch auf seine erste große Liebe.
Hegte man nach "Irina Palm" im Jahr 2007 die Befürchtung, Sam Garbarski würde für immer an diesen Erfolg gemessen werden, so erweist sich diese Sorge mit "Vertraute Fremde" als unbegründet. Inhaltlich haben beide Werke nichts gemein. Garbarski dritter Film ist eine Literaturverfilmung, die auf einem Manga des japanischen Zeichners Jirô Taniguchi aus dem Jahr 1997 basiert. Gemeinsamkeiten finden sich in der sanften, poetischen Bildsprache, im Talent, in die Vergangenheit zu reisen, ohne Klischee- oder Tölpelhaft zu wirken. Erneut schafft Garbarski eine Atmosphäre, die den Zuschauer von der ersten Minute an packt. Er setzt wie in seinen ersten Filmen auf starke Charakterdarsteller, die mit ihrer Mimik und Gestik manches Wort überflüssig machen. Um das Drama vollends in sich aufzunehmen, ist es empfehlenswert, in den Gesichtern der Menschen zu lesen, sich fallen zu lassen und nicht immer alles erklärt haben zu wollen. So etwa den verwirrenden deutschen Titel. Bezieht man den Begriff "Fremde" allerdings nicht auf eine Person, sondern auf abstrakte Begriffe wie Seele und Vergangenheit oder auch auf Ortschaften, dann erschließt sich dem geneigten Zuschauer die Bedeutung. Denn genau das sollen Filme tun, subjektive, persönliche und gleichzeitig schöne, vielleicht sogar märchenhafte Erfahrungen ermöglichen.
X Verleih
Videoclip:
Comiczeichner Thomas (Pascal Gréggory) lebt mit seiner Frau und ihren Töchtern in Paris.... 
Galerie:
Spätestens seit "Irina Palm" (2007) ist Regisseur Sam Garbarski für seine poetische Filmsprache bekannt. Diese nutzt er auch bei der Realverfilmung von Jirô Taniguchis Manga...
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2021