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Beaufort

Beaufort

Originaltitel
Beaufort
Genre
Kriegsfilm
Land /Jahr
Israel 2007
 
131 min, ab 16 Jahren (fsk)
Medium
Blu-ray (Leihassung)
Verleih ab
07.01.2011 ( Kino Deutschland ) bei KSM
Regie
Joseph Cedar
Darsteller
Alon Abutbul, Danny Zahavi, Hanan Yishai, Ami Weinberg, Itay Turgeman, Itay Tiran
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IMDB
|0  katastrophal
brilliant  10|
7,0 (Filmreporter)
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Einfühlsam inszenierter Anti-Kriegsfilm
Auf der mittelalterlichen Militärbastion Beaufort - einer kleinen, isolierten Enklave im Süden des Libanon - harren die letzten israelischen Soldaten aus, bevor ihre Einheit endgültig aus dem Feindesland zurückgezogen wird. Der Rückzug ist längst beschlossene Sache, der öffentliche Druck auf Israel ist immer größer geworden. Bis es soweit ist, besteht die einzige Aufgabe der Soldaten darin, die häufiger werdenden Hisbollah-Angriffe abzuwehren und die am Straßenrand versteckten Landminen zu entschärfen. Dennoch wird ihre Rückkehr wird immer wieder verschoben. Ein Tag nach dem anderen vergeht, bis die Männer unter der Führung des erst 22 Jahre alten Liraz (Oshri Cohen) den Befehl erhalten, den Stützpunkt Beaufort bei ihrer Abreise in die Luft zu sprengen. Dies löst gegensätzliche Gefühle unter den jungen Männern aus: Einerseits Freude über die baldige Heimkehr, andrerseits Abwehr, den Bunker zu zerstören, der ihnen lange zu einer zweiten Heimat geworden ist. Auch Liraz steckt in einem Dilemma: Seine Pflicht gegenüber der israelischen Armee steht immer mehr im Widerspruch zu seiner Verantwortung gegenüber der Soldaten, die hier überflüssig geworden sind. Gerade in diesen letzten Tagen von Beaufort sind noch einmal viele Opfer zu beklagen. Schließlich kommt der Befehl des Rückzugs, die Sprengung der Festung wird vorbereitet.
Während des Libanon-Krieges eroberte die israelische Armee im Jahr 1982 den mittelalterlichen Militärstützpunkt Beaufort im Süden des Libanon. Erst im Jahr 2000 zog sie sich aufgrund des massiven öffentlichen Protests wieder zurück. Der feinfühlig inszenierte Anti-Kriegsfilm des israelischen Regisseur Joseph Cedar beleuchtet die letzten Tage der israelischen Besetzung Beauforts. Die Enge in den unterirdischen Katakomben lösen sowohl bei den Soldaten als auch beim Zuschauer klaustrophobische Gefühle aus. Diese werden im Verlauf des Films durch die zunehmende Absurdität des Krieges noch verstärkt. Ruhig portraitiert die Kamera die jungen Männer, auf deren Gesichtern die Sinnlosigkeit ihres Einsatzes sichtbar ist, um im nächsten Moment die Explosion und den damit einhergehenden Tod eines Minenexperten zu zeigen. Der große Verdienst des Regisseurs ist jedoch nicht der geschickte Einsatz der Kamera. Cedar verzichtet auf einen politischen Diskurs des Krieges. Frei von politischer Polemik wird die Sinnlosigkeit und die Absurdität der Besatzung im Libanon und des Krieges erst recht deutlich. "Beaufort" erhielt auf der Berlinale 2007 den Silbernen Bären für die beste Regie.
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Videoclip:
Bis sich die letzten israelischen Soldaten von der sinnlos gewordenen Militärstation Beaufort im... 
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2021