Edition Salzgeber
Hacker

Hacker

Portrait einer Gegen-Kultur
Originaltitel
Hacker
Genre
Dokumentarfilm
Land /Jahr
Deutschland 2010
 
79 min, ab 0 Jahren (fsk)
Medium
DVD (Leihfassung)
Verleih ab
31.05.2011 ( Kino Deutschland ) bei Salzgeber & Co. Medien
Regie
Alexander Biedermann
Darsteller
Marcell Dietl, Marko Rogge, Reinhard Schrutzki, Steffen Wernéry, Paul Ziegler
Links
IMDB
|0  katastrophal
brilliant  10|
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Dokumentarfilm auf den Spuren von Computer-Hacker
Hacker werden in der Frühzeit des Internets schon mal als Robin Hood der Datennetze romantisiert. Heute - nachdem sich das Wissen um die potenzielle Gefahr aus dem Netz verbreitet hat - werden sie eher als Datenterroristen gebrandmarkt. Ein Hacker ist ein ambivalentes Wesen. Die schwarzen Schafe unter ihnen werden als Verursacher von Viren und Würmern gefürchtet und juristisch verfolgt, während die IT-Sicherheitsindustrie durch ihre Sabotagen Milliarden verdienen.

Andererseits werden fähige Hacker gerne von der Industrie angeworben, wo sie ihr Wissen für die Entwicklung von Sicherheitssoftwares, Anti-Virenprogrammen und Firewalls einsetzen. Ein Hacker hat also Potenzial für beide Seiten, er kann legale Unternehmen unterstützen oder die Sabotage, er kann das Gefühl der Sicherheit, aber auch das der Bedrohung erzeugen. Eine paradoxe Situation. Was entscheidet darüber, welcher Seite sich ein Hacker anschließt? Ist es reines Glück oder spielen Erfolg oder Misserfolg im Konkurrenzkampf eine Rolle? Ist vielleicht die charakterliche Veranlagung entscheidend oder gar ideologische Überzeugungen?
Regisseur Alexander Biedermann trifft für seine Dokumentation fünf Hacker aus verschiedenen Generationen und hinterfragt ihre Existenz als Computerspezialisten, hinterfragt ihre Erfahrung und Motivation. "Ich wollte mehr als das, was man aus Internet und herkömmlichen Medien kennt", so Biedermann. "Meine Suche sollte mich tiefer eindringen lassen in den digitalen Untergrund. Lassen sich psychologische Grundmuster finden? Wie fühlt sich ein Hacker dabei, wenn er einen Virus ins Netz entlässt. Was träumen Hacker, wie leben sie trotz medialer Hetzjagd und ständig schärfer werdenden staatlichen Restriktionen?" Das Bild, das sich bei seiner Untersuchung ergibt, ist das Bild von Menschen, die alle die Sehnsucht von Macht verbindet. Das Gefühl, das sich einstellt, wenn sie mit wenigen Programmzeilen wesentliche Knotenpunkten der heutigen Gesellschaft angreifen.

"Hacker" ist der erste Film, den Biedermann in Eigenverantwortung inszenierte. Zuvor war er als Koregisseur bei verschiedenen Fernsehreportagen beteiligt. Für "Hacker" erhielt Biedermann 2006 den Bremer Dokumentarfilmförderpreis.
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2021