Die Prinzessin von Montpensier
Kinowelt
Die Prinzessin von Montpensier

Die Prinzessin von Montpensier

Originaltitel
La princesse de Montpensier
Alternativ
The Princess of Montpensier
Genre
Drama
Land /Jahr
Frankreich, Deutschland 2010
 
134 min, ab 12 Jahren (fsk)
Medium
DVD (Kauffassung)
Kaufstart
21.06.2012 ( Kino Deutschland | Kino Schweiz ) bei StudioCanal Germany Home Entertainment
Regie
Bertrand Tavernier
Darsteller
Mélanie Thierry, Olivier Loustau, Nathalie Krebs, Josephine de la Baume, Christine Brücher, Florence Thomassin
Homepage
http://www.studiocanal.com/tous-nos-f...
Links
IMDB
|0  katastrophal
brilliant  10|
6,0 (Filmreporter)
8,0 (1 User)
Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenMeinungenTrailerGalerieInterviewDVDs

Meinungen

8martin 

Arten der Liebe

Tavernier hat ein historisches Drama aus der Zeit der Hugenottenkriege geschaffen. Hier thematisiert er die damals übliche Heiratspolitik. Die Zwangsehe, die sich nur an materiellen Werten orientierte, soll ja auch heute noch vorkommen. Im Mittelpunkt steht Marie (Mélanie Thierry). Sie wird mit Philippe (Grégoire Leprince-Ringuet) verheiratet, den sie nicht liebt. Ihr Herz gehört seinem Cousin Henry (Gaspard Ulliel), den Amors Pfeil mit einem Schuss Eros getroffen hat. Philippes Freund Francois de Chabannes (Lambert Wilson) wird Maries Hauslehrer und verliebt sich in sie im Sinne der klassischen Agape. Er ist Pazifist. Tavernier zeigt blutiges Schlachtengetümmel und lange Gespräche über die Liebe und die Religion. (‘Ist es bereits eine Sünde an die Sünde zu denken?‘) und es gibt auch fortschrittliche Töne wie ‘Frauen werden gehandelt wie Pferde.‘. Ob das allerdings so in der historischen Vorlage von Madame de La Fayette Ende des 17. Jahrhunderts so stand, ist fraglich. Im Verlauf des Krieges erkaltet die Leidenschaft von Henry, der eigensinnige Ehemann ergeht sich in Eifersüchteleien und nur die reine tiefe Freundschaft (bzw. Liebe auf Distanz) von Francois bleibt bestehen, der dafür mit seinem Leben bezahlt. Da ist Tavernier ganz Anti-Mainstream: der bekannteste unter den Darstellern und einzige Gutmensch kommt um. Marie stillt ihre Leidenschaft mit einer einzigen Nacht und sagt dann der Welt Lebewohl. Eine wunderschöne Schlussszene beschließt das Drama (fast im Stile von ‘Barry Lyndon‘). Genug Action, aber auch gehaltvolle Dialoge und historische Einblicke machen diesen Film wertvoll.
geschrieben am 13.10.2014 um 19:30 Uhr

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