8 Millionen Wege zu sterben - 1986 | FILMREPORTER.de
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8 Millionen Wege zu sterben

Originaltitel8 Million Ways to Die
AlternativAcht Millionen Wege zu sterben
GenreAction, Krimi
Land & Jahr USA 1986
FSK & Länge ab 16 Jahren • 115 min.
MediumBlu-ray (Kauffassung)
AnbieterKoch Films
Verkaufsstart08.11.2018
RegieHal Ashby
DarstellerJeff Bridges, Rosanna Arquette, Alexandra Paul, Randy Brooks, Andy Garcia, Lisa Sloan
Links IMDB
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DVD Extras: Deutscher Kinotrailer • Bildergalerie mit seltenem Werbematerial

Hal Ashbys Comeback ist ein solider Polizeifilm

Polizist Matthew Scudder (Jeff Bridges) erschießt im Dienst einen Unschuldigen vor den Augen seiner Familie. Der Vorfall stürzt Matthew in eine psychische Krise, dann in eine schwere Alkoholkrankheit, die ihn Job und Familie kostet. Nachdem ein Callgirl (Alexandra Paul) erschossen wird, ermittelt er auf eigene Faust. Er findet heraus, dass hinter dem Mord der Drogenbaron Angel (Andy Garcia) steckt. Dieser setzt alles daran, um Matthew beseitigen zu lassen.
In den 1970er Jahren, als das Kino des New Hollywood seinen Höhepunkt erlebte, befand sich auch Hal Ashby an vorderster Front der Bewegung, die das amerikanische Erzählkino auf den Kopf stellte. Mit Filmen wie der rabenschwarzen Kult-Komödie "Harold und Maude" (1971), dem zynischen "Shampoo" (1975) sowie dem Anti-Vietnam-Drama "Sie kehren heim" (1978) inszenierte er sich einen verdienten Platz in der Filmgeschichte. Dabei vertrat auch Ashby eine filmästhetische Position, wie sie für das New Hollywood typisch gewesen ist: eine Verbindung altbewährter Genremuster mit einer am europäischen Autorenkino geschulten Formensprache und einer kritischen Haltung zu politischen und sozialen Missständen. Das Gesamtwerk Ashbys, der 1988 mit gerademal 59 Jahren starb, ist schmal geblieben. Knapp ein Dutzend Kinofilme, eine Dokumentation über die Rolling Stones und einige TV-Projekte hat er zwischen 1970 und 1988 realisiert.

Mit "8 Millionen Wege zu sterben" wollte Ashby an den Erfolg der 1970er Jahre anzuknüpfen. Dabei versuchte er sich an einem Genre, das im Zuge des New Hollywood eine Blüte erlebte, dem Polizeifilm, dessen Ausmaße an Härte und aktionsgeladener Handlung das Hardbody-Actiongenre der Reagen-Ära maßgeblich beeinflusste. Das Comeback ist Hashley nur bedingt geglückt. "8 Millionen Wege zu sterben" ist zwar ein solider Thriller, kann jedoch seinen unspektakulären Look, der formal zuweilen an die Fernseh-Ästhetik der Zeit erinnert, nicht verbergen. Auch in Sachen musikalischer Untermalung kann Ashby die Zugehörigkeit zu den 1980er Jahren nicht abstreifen. Im Tonfall erinnert der Thriller stellenweise eher an die Melancholie von "Sie kehren heim" als an seine grotesken und bissigen Komödien. Die Art und Weise, wie Ashby seinen Helden zu einem tragischen Alkoholiker werden lässt und dieser Phase gerademal zwei Szenen widmet, wirkt allzu verknappt und ideenlos. Gelungen sind die spritzigen und stellenweise obszönen Dialoge, deren Qualität dem Drehbuchautor Oliver Stone ("Wall Street: Geld schläft nicht") zu verdanken sind.

"8 Millionen Wege zu sterben" wird aus dem Nischendasein im Werk Ashbys wohl nicht heraustreten können, bietet aber dennoch Unterhaltung auf solidem Niveau.
8 Millionen Wege zu sterben

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"8 Millionen Wege zu sterben" ist ein solider Polizeifilm von Hal Ashby ("Harold und Maude") mit einigen kleinen Schwächen. mehr
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