Sky, HBO, Carole Bethuel
Irma Vep (2022)

Irma Vep

Originaltitel
Irma Vep
Regie
Olivier Assayas
Darsteller
Alicia Vikander, Byron Bowers, Tom Sturridge, Adria Arjona, Fala Chen, Carrie Brownstein
Kinostart:
Deutschland, bei
Genre
TV-Serie, Komödie
Land
USA
Jahr
2022
Länge
98 min.
IMDB
IMDB
|0  katastrophal
brilliant  10|
7,0 (Filmreporter)
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Olivier Assayas inszeniert Neuauflage seines Films
Mira (Alicia Vikander) ist zurück. Nach ein paar Flops katapultiert sie das Superhelden-Epos "Doomsday" zurück in die Riege der angesagtesten Hollywood-Stars. Für die Promotion-Tour reist sie um die halbe Welt, stolziert über den Roten Teppich und gibt Scharen von Journalisten Interviews. Die haben stets auch ihr Privatleben im Blick. Sie könnte weiter auf der Erfolgswelle schwimmen, ihre umtriebige Agentin Zelda (Carrie Brownstein) drängt, das Angebot für das Remake des Blockbusters "The Silver Surfer" anzunehmen.

Mira und ihre persönliche Assistentin Regina (Devon Ross) entscheiden sich für Paris und die Arthouse-Neuauflage des Stummfilmklassikers "Die Vampire" von Louis Feuillade. Das Set ist ein einziges Chaos. Regisseur Rene Vidal (Vincent Macaigne) fehlt jede Vision, er setzt auf Improvisation. Die Geldgeber sind angesichts seiner Eskapaden genervt. Irma wird zudem von ihrer Ex das Leben schwer gemacht. Und dann taucht auch noch der deutsche Kotzbrocken Gottfried (Lars Eidinger) auf. Er ist ständig besoffen, ohne Drogen läuft nichts. Doch vor der Kamera hat er geniale Momente, die dazu beitragen, dass Mira mit der Figur Irma verschmilzt.
Olivier Assayas inszeniert selbst die Neuauflage seines Films über das Innenleben einer Schauspielerin und die merkwürdigen Begebenheiten an einem Set. In dem Film-im Film "Irma Vep" aus dem Jahr 1996 glänzt Maggie Cheung in der Titelrolle. Jetzt vertraut der französische Regisseur der Schwedin Alicia Vikander, die es alleine wert ist, die Serie zu sehen. Sie spielt mit sichtlichem Vergnügen mit ihrem eigenen Image als Weltstar, selten war sie so relaxt, heiter und locker vor der Kamera zu sehen.

Die Serie ist wie das Original eine Liebeserklärung des Regisseurs vor den weiblichen Granden der Schauspielkunst, bei der er erneut einen tiefen Blick in deren Seele wirft. Ein Thema, das Assayas über die Jahre nicht loslässt. Im Gegensatz zum Original, wo er grimmig auf die französische Filmlandschaft blickt, hat die Serie etwas von milder Altersweisheit. Alles nicht so schlimm, wie es aussieht, was ich da regelmäßig beim Dreh von Filmen erlebe. Ich habe und werde diesen Wahnsinn überleben.
Katharina Dockhorn/Filmreporter.de
Olivier Assayas inszeniert die Neuauflage seines eigenen Films über das Innenleben einer Schauspielerin.
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2022