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Adios Companeros

Originaltitel
Per una bara piena di dollari
Alternativ
Für einen Sarg voller Dollars (DVD-Titel); Für einen Sarg voller Dollars - Adios Companeros
Genre
Western
 
Italien 1971
 
83 min, ab 18 Jahren (fsk)
Medium
Kinofilm
 
 
Kinostart
07.01.1972 ( D ) bei Mercator Film
 
 
Regie
Demofilo Fidani
Darsteller
Renzo Arbore, Jeff Cameron, Luciano Conti, Attilio Dottesio, Giglio Gigli, Klaus Kinski
Links
IMDB
|0  katastrophal
brilliant  10|
5,0 (Filmreporter)
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Für einen Sarg voller Dollars (DVD) 1971Koch Media
Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenDVDsbewerten

Drittklassiger, unterhaltsamer Italowestern

Eine Gruppe Desperados hält die Bevölkerung von New Mexico in Angst und Schrecken. Morde, Brandstiftung und Raubzüge gehen auf die Rechnung der Gesetzlosen. Anführer ist der gefürchtete Hagen (Klaus Kinski). Als bei einem der Überfälle sein Bruder erschossen wird, schwört dieser blutige Rache. Die komplette Familie Hamilton soll ermordet werden, so seine Order. Kein Mensch und nicht mal ein Stück Vieh der Hamiltonfarm überlebt Hagens grausamen Vergeltungszug. Nur einer bleibt verschont: George Hamilton (Jeff Cameron) ist Soldat und war zur Zeit der Attacke bei der Armee. Unter dem Namen "Nevada Kid" macht er sich auf die Suche nach den Mördern.


Regisseur Demofilo Fidani genießt nicht den Ruf angesehener Kollegen wie Sergio Leone oder Sergio Sollima. Ganz im Gegenteil: ihm kommt die zweifelhafte Ehre zuteil, als Ed Wood des Spaghetti-Westerns in die Geschichte des Subgenre einzugehen. Seine begrenzten Budgets haben bestimmt seine Kreativität am Set gefördert. So übernahm seine Tochter Simonetta Vitelli aka Simone Blondel meist die weibliche Hauptrolle in seinen erfolglosen Streifen. Ehefrau Mila Vitelli Valenza agiert - wie bei den Filmen des werten Gatten üblich - als Szenenbildnerin. Aus finanzieller Not nutzte Fidani manchmal auch Reitszenen aus anderen Filmen, um auf die geforderte Spielfilmlänge zu kommen. Die Schauspieler mussten Sterbeszenen besonders laut und stöhnend gestalten, da mit Kunstblut ebenfalls sparsam umgegangen wurde - es war den Produzenten offenbar zu teuer. Auch an anderer Stelle machen sich die materiellen Zwänge bemerkbar. Eine besonders schäbige und schmuddelige Atmosphäre dominiert "Per una bara piena di dollari" - was allerdings für den Italowestern eh typisch ist. Klaus Kinski schafft mit seinem wahnsinnigen Spiel eine Dramatik, die in der unterkühlten Heldenwelt klassischer US-Western nicht üblich ist - ins italienische Subgenre aber ebenfalls ganz gut passt und die Story ironisch brechen. Wenn man "Für einen Sarg voller Dollars" nicht ernst nimmt, kann man sich doch ganz gut unterhalten.
Für einen Sarg voller Dollars (quer) 1971Koch Media
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