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Alle lieben Touda ("Everybody Loves Touda", 2024)
Alle lieben Touda
Originaltitel
Everybody Loves Touda
Alternativ
Jeder liebt Touda
Regie
Darsteller
Nisrin Erradi, Joud Chamihy, Jalila Talemsi, Lahcen Razougir, El Moustafa Boutankite, Abdellatif Chaouki
Kinostart:
Deutschland, am 29.05.2025 bei ImmerGuteFilme
Kinostart:
Schweiz, am 05.06.2025 bei Filmcoopi
Genre
Drama, Musikfilm
Land
Marokko, Frankreich, Dänemark, Schweden, Norwegen, Belgien
Jahr
2024
FSK
ab 16 Jahren
Länge
102 min.
IMDB
Homepage
https://immergutefilme.de/movies/p212
|0 katastrophal
brillant 10|
5,0 (Filmreporter)
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Drama um die Welt der Sheikhats und ihre Musik
Touda (Nisrin Erradi) träumt davon, einmal als Sheikhat zu gelten. Sie würden damit zu einer begrenzten Zahl von Sängerinnen gehören, die noch heute die Tradition der Aita Musik pflegen und weiterentwickeln. Die Konkurrenz ist hart, die Szene klein und nach außen abgeschottet. Und sie muss auch Geld verdienen, für sich und ihren taubstummen Sohn, der in der Grundschule gemobbt wird.
So tingelt Touda von Fest zu Fest und verdient ihren Unterhalt mit poppig angehauchten Liedern. Immer wieder hat sie sich dabei männlicher Übergriffe zu erwehren. Doch jetzt steht ein Umzug nach Casablanca an. Nur dort könnte ihr Sohn ordentlich unterrichtet werden, und sie als Sängerin durchstarten.
So tingelt Touda von Fest zu Fest und verdient ihren Unterhalt mit poppig angehauchten Liedern. Immer wieder hat sie sich dabei männlicher Übergriffe zu erwehren. Doch jetzt steht ein Umzug nach Casablanca an. Nur dort könnte ihr Sohn ordentlich unterrichtet werden, und sie als Sängerin durchstarten.
Der Musikfilm feiert im Wettbewerb der Filmfestspiele von Cannes seine Premiere und geht für Marokko ins Rennen um den Oscar für den besten nicht-englischsprachigen Film. Das Drama wird von Nabil Ayouch ("Das Blau des Kaftans") nach einem Buch inszeniert, das er gemeinsam mit seiner Frau Maryam Touzani ("Adam") schreibt. Sängerin Nisrin Erradi tauchte vor dem Dreh für ein Jahr in die Welt der Sheikhats und ihrer Musik ein.
Im Zentrum der Handlung steht von der ersten bis zur letzten Minute Sängerin Touda und ihr tägliches Ringen um die Verwirklichung ihres Traumes. Erradi ist in fast jeder Szene des Films besetzt und trägt schwer unter der Last der Verantwortung. Sie muss Touda stellvertretend für die komplexe und komplizierte Situation vieler Frauen in Marokko sichtbar machen. Immer wieder lässt sie das Drehbuch auch ein wenig im Stich, zumindest mag es so für westliche Augen wirken. So steckt sie eine Vergewaltigung am Beginn des Films scheinbar mühelos weg - vielleicht muss sie das, um in Marokko nicht unterzugehen.
Auch die Geschichte ihres Sohnes verliert der Film immer wieder aus den Augen. Dafür, so zumindest für westliche Augen, ist der Musikanteil sehr hoch. Der Zuschauer ahnt, dass die Musik eine Metapher für den Kampf zwischen Tradition und Moderne ist.
Im Zentrum der Handlung steht von der ersten bis zur letzten Minute Sängerin Touda und ihr tägliches Ringen um die Verwirklichung ihres Traumes. Erradi ist in fast jeder Szene des Films besetzt und trägt schwer unter der Last der Verantwortung. Sie muss Touda stellvertretend für die komplexe und komplizierte Situation vieler Frauen in Marokko sichtbar machen. Immer wieder lässt sie das Drehbuch auch ein wenig im Stich, zumindest mag es so für westliche Augen wirken. So steckt sie eine Vergewaltigung am Beginn des Films scheinbar mühelos weg - vielleicht muss sie das, um in Marokko nicht unterzugehen.
Auch die Geschichte ihres Sohnes verliert der Film immer wieder aus den Augen. Dafür, so zumindest für westliche Augen, ist der Musikanteil sehr hoch. Der Zuschauer ahnt, dass die Musik eine Metapher für den Kampf zwischen Tradition und Moderne ist.

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Alle lieben Touda ("Everybody Loves Touda", 2024)
