Berlin, Alexanderplatz - 1931 | FILMREPORTER.de
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Berlin, Alexanderplatz

OriginaltitelBerlin Alexanderplatz
GenreDrama
Land & Jahr Deutschland 1931
FSK & Länge ab 12 Jahren • 90 min.
KinoDeutschland
Kinostart08.10.1931
RegiePiel Jutzi
DarstellerKarl Harbacher, Walter Werner, Willi Schur, Heinrich Gretler, Heinrich Schroth, Hermann Krehan
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Erste Verfilmung von Alfred Döblins Romans

Franz Biberkopf (Heinrich George) wird aus dem Gefängnis Berlin-Tegel entlassen. Vier Jahre hat er für den Affektmord an seiner ehemaligen Freundin gesessen. Nun will er seine zweite Chance nutzen und ein neues Leben beginnen. Arbeit und Wohnung sollen ihm dies ermöglichen. Doch der naive Ex-Sträfling hat große Schwierigkeiten, ins Leben zurückzufinden. Ziellos treibt er sich in Kneipen rum. Die Bekanntschaft mit dem Ganoven Reinhold (Bernhard Minetti) bringt Franz erneut auf die schiefe Bahn. Unter falschem Vorwand lockt ihn Reinhold zu einer verbrecherischen Aktion. Als Franz dahinter kommt, schmeißt ihn Schurle aus dem Auto. Bei dem Unfall verliert Franz Biberkopf seinen Arm, schweigt sich aber dennoch gegenüber den Behörden über den Vorfall aus. Nach der Entlassung aus dem Krankenhaus lernt er die Prostituierte Sonja (Margarete Schlegel) kennen, die er liebevoll Mieze nennt. Franz sinkt moralisch noch tiefer. Als Zuhälter lässt er sich von Mieze aushalten. Dann trifft er wieder Reinhold. Umgeben von dubiosen Gestalten verirrt er sich im Labyrinth des Verbrechens.
Piel Jutzi verfilmt 1931 erstmals Alfred Döblins gleichnamigen Roman, der 1929 erschien. Der Regisseur sorgte schon mit seiner Darstellung des Proletariats in der Großstadt Berlin in dem sozialkritischen Drama "Mutter Krausens Fahrt ins Glück" für Aufsehen. Die Reaktion der Kritik auf den Nachfolger "Berlin Alexanderplatz" fiel dagegen eher zurückhaltend aus. Im Unterschied zu der Literaturvorlage entschied sich der Filmemacher für einen chronologischen Erzählstil. Viele von Biberkopfs Eskapaden fehlen. Im Zentrum steht der naive und impulsive Protagonist. Heinrich George liefert eine ausgezeichnete Leistung in der Rolle. Seine kolossale Erscheinung vereint die naive Gutmütigkeit und impulsive Gewalt. Jutzis Filmfassung ist eine beeindruckende Charakter- und Gesellschaftsstudie mit exzellenten Darstellern. Im Jahr 1980 präsentierte Rainer Werner Fassbinder seine Fernsehfassung des expressionistischen Romans. In insgesamt 13 Folgen und einem Epilog erzählt Fassbinder Franz Biberkopfs Geschichte.

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