eksystent distribution, Selma von Polheim-Gravesen, dffb
Schwesterherz (2025)

Schwesterherz

Originaltitel
Schwesterherz
Alternativ
The Good Sister (intern. Titel)
Regie
Sarah Miro Fischer
Darsteller
Laura Balzer, Marie Bloching, Jane Chirwa, Proschat Madani, Giamo Röwekamp, Aram Tafreshian
Kinostart:
Deutschland, am 08.01.2026 bei Eksystent Distribution Filmverleih
Genre
Drama
Land
Deutschland, Spanien
Jahr
2025
FSK
ab 12 Jahren
Länge
96 min.
IMDB
IMDB
Homepage
https://www.eksystent.com/schwesterherz.html
|0  katastrophal
brillant  10|
Es gibt noch keine Userkritik!
Schwache Story trotz aktuellem, wichtigem Thema
Rose (Marie Bloching) taucht nach einem Streit mit ihrer Freundin in der Nacht bei ihrem Bruder Sam (Anton Weil) auf und kuschelt sich im Bett an seine Seite. Die folgenden Nächte schläft sie auf der Couch in der Wohnküche. Eines Nachts wird sie von Geräuschen geweckt, es ist nicht ganz eindeutig, ob ihr Bruder gerade Sex hat. Später verlässt eine junge, spärlich bekleidete Frau die Wohnung.

Bald darauf erhält Rose eine Vorladung der Polizei. Die junge Frau behauptet, von Sam vergewaltigt worden zu sein. Obwohl sie als Angehörige des Täters ein Zeugnisverweigerungsrecht hat, sagt Rose aus und behauptet, nichts bemerkt zu haben. Der Polizeibeamte konfrontiert sie daraufhin mit den Aussagen der Frau und schärft ihr ein, dass ihre Aussage den Unterschied mache.
Sind Familienbande stärker als Anschuldigungen? Diese Frage mischt sich in diesem Drama aus dem Panorama-Programm der Berlinale 2025, das nicht mit Ed Herzogs gleichnamigen Film verwechselt werden sollte, mit dem aktuellen Thema, wie solche Vorwürfe aufgeklärt werden können. Doch die Story und die Umsetzung stimmen hinten und vorne nicht, um den Anspruch von Wahrhaftigkeit und Authentizität einzulösen.

Das beginnt bei der Timeline, auch Wochen nach dem potentiellen Tattag im August sind die Protagonisten im Berliner Sommer. Warum die junge Frau sich nicht hat auf Tatspuren untersuchen lassen, die ihre Version stützen müssten, bleibt ebenso ungeklärt, wie das übergriffige Verhalten des ermittelnden Polizisten.

Vor allem will die junge Regisseurin Sarah Miro Fischer politisch korrekt sein, also muss Strafe sein. Aber um zu diesem Schluss zu kommen, wird es dann völlig abstrus. Und wieder ist es ein Mann, der das Verhalten von Frau bestimmt. Puh.
Katharina Dockhorn/Filmreporter.de
eksystent distribution, Selma von Polheim-Gravesen, dffb
Schwesterherz (2025)
2026