barnsteiner-film
Ich sterbe. Kommst du? (2025)
Ich sterbe. Kommst du?
Originaltitel
Ich sterbe. Kommst du?
Alternativ
Clouds Are Made of Rain (intern. Titel); Ich sterbe, kommst du?
Regie
Darsteller
Kinostart:
Deutschland, am 13.11.2025 bei barnsteiner-film
Genre
Drama
Land
Deutschland
Jahr
2025
FSK
ab 12 Jahren
Länge
99 min.
IMDB
Homepage
https://www.wunschkindfilm.de/deutsch/langfilme/ich-sterbe-kommst-du/
|0 katastrophal
brillant 10|
7,0 (Filmreporter)
Es gibt noch keine Userkritik!
Zutiefst berührenden Drama um ein Tabuthema
Für die 38-jährige Nadine (Jennifer Sabel) ist das Leben bald zu Ende. Sie hat Krebs im Endstadium und verbringt die verbleibende Zeit in einem idyllisch gelegenen Hospiz in Mecklenburg. Geduldig hört sie die Geschichten der anderen Patienten wie dem knorrigen, griesgrämigen Alten (Axel Werner), der die Pflegenden schikaniert.
Und da ist die Frau, die nach Ansicht der Krankenkasse schon viel zu lange auf den Tod wartet und deshalb aus dem Hospiz ausziehen soll. Sie selbst will in der kleinen Gemeinschaft endlich loslassen und sich von ihren Liebsten verabschieden. Ihr erst fünfjähriger Sohn (Carlos Moselewski) ist mit der Situation komplett überfordert. Er weigert sich, die Mutter zu sehen. Er wächst bei der Oma (Barbara Philipp) auf, die die Mutterrolle übernommen hat und mit der eigenen Trauer auch nicht zurechtkommt.
Und da ist die Frau, die nach Ansicht der Krankenkasse schon viel zu lange auf den Tod wartet und deshalb aus dem Hospiz ausziehen soll. Sie selbst will in der kleinen Gemeinschaft endlich loslassen und sich von ihren Liebsten verabschieden. Ihr erst fünfjähriger Sohn (Carlos Moselewski) ist mit der Situation komplett überfordert. Er weigert sich, die Mutter zu sehen. Er wächst bei der Oma (Barbara Philipp) auf, die die Mutterrolle übernommen hat und mit der eigenen Trauer auch nicht zurechtkommt.
Schauspieler Benjamin Kramme inszeniert nach mehreren Kurzfilmen mit dem zutiefst berührenden Drama um ein tabuisiertes Thema sein Langfilmdebüt. Das Drehbuch hat er nach eigenen Erfahrungen als Sozialarbeiter in einem Hospiz gemeinsam mit seiner Frau Jennifer Sabel geschrieben, die am Schweriner Theater engagiert ist.
Bei der Uraufführung beim Max-Ophüls Festival 2025 wird ihr leiser Film mit dem Preis für den gesellschaftlich relevantesten Film ausgezeichnet, außerdem erobert er die Herzen des ganzen Publikums. Diesen Preis gab es im Mai auch beim Filmkunstfestival von Schwerin, dazu den Förderpreis der DEFA-Stiftung.
Kramme und Sabel wissen, wovon sie sprechen, und dies merkt der Zuschauer der berührenden Story von der ersten an. Die Atmosphäre im Hospiz wirkt authentisch, vor allem aber stimmen die Gefühle und Stimmungslagen von Sterbenden und ihren Begleitern. Die inneren und äußeren Konflikte Nadines werden glaubhaft herausgearbeitet, ebenso ihre Stimmungsschwankungen zwischen Hoffen und Trauer, Galgenhumor beim Betrachten ihrer Situation und abgrundtiefer Traurigkeit über ihren frühen Tod.
Die Protagonistin leidet natürlich unter der Entfremdung von ihrem Sohn, die auch von Sozialarbeitern nicht aufgelöst werden kann. Aber auch die Position ihrer Mutter wird verständlich, die ihrem Enkel ein Zuhause bieten will und ihm so den Raum einengt für sein Abschiednehmen und seine Trauer.
Bei der Uraufführung beim Max-Ophüls Festival 2025 wird ihr leiser Film mit dem Preis für den gesellschaftlich relevantesten Film ausgezeichnet, außerdem erobert er die Herzen des ganzen Publikums. Diesen Preis gab es im Mai auch beim Filmkunstfestival von Schwerin, dazu den Förderpreis der DEFA-Stiftung.
Kramme und Sabel wissen, wovon sie sprechen, und dies merkt der Zuschauer der berührenden Story von der ersten an. Die Atmosphäre im Hospiz wirkt authentisch, vor allem aber stimmen die Gefühle und Stimmungslagen von Sterbenden und ihren Begleitern. Die inneren und äußeren Konflikte Nadines werden glaubhaft herausgearbeitet, ebenso ihre Stimmungsschwankungen zwischen Hoffen und Trauer, Galgenhumor beim Betrachten ihrer Situation und abgrundtiefer Traurigkeit über ihren frühen Tod.
Die Protagonistin leidet natürlich unter der Entfremdung von ihrem Sohn, die auch von Sozialarbeitern nicht aufgelöst werden kann. Aber auch die Position ihrer Mutter wird verständlich, die ihrem Enkel ein Zuhause bieten will und ihm so den Raum einengt für sein Abschiednehmen und seine Trauer.
Videoclip:
Ich sterbe. Kommst du? - Der Trailer

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Ich sterbe. Kommst du? (2025)
