DCM
The Death of Robin Hood (2026)

The Death of Robin Hood

He was no Hero
Originaltitel
The Death of Robin Hood
Regie
Michael Sarnoski
Darsteller
Hugh Jackman, Jodie Comer, Bill Skarsgård, Noah Jupe, Murray Bartlett, Beau Thompson
Kinostart:
Deutschland, am 18.06.2026 bei DCM (Delphi Filmverleih)
Kinostart:
Schweiz, am 18.06.2026 bei DCM
Genre
Abenteuer
Land
USA
Jahr
2026
FSK
ab 16 Jahren
Länge
121 min.
IMDB
IMDB
|0  katastrophal
brillant  10|
3,0 (Filmreporter)
Es gibt noch keine Userkritik!
Bildgewaltige Version des finsteren Mittelalters
Er wirkt wie ein Landstreicher, abgerissen, vom Leben gezeichnet. Dennoch ist er hellwach, als ein hungriges Mädchen in der Nacht sein Hab und Gut stehlen will. In dem kurzen Kampf blitzt das alte Können von Robin Hood (Hugh Jackman) auf, dessen Heldentaten noch immer ganz England elektrisieren.

Vieles entstammt jedoch seiner Phantasie, wie bei einer Begegnung mit seinem alten Kumpel Little John klar wird. Der ist unter falschem Namen sesshaft geworden. Doch nun haben rivalisierende Banden sein Hab und Gut geraubt. Beide sinnen auf Rache, und begegnen schwer bewaffneten, kriegerischen Männern, die ihnen schon vor Jahrzehnten Rache schworen.

Robin Hood wird schwer verletzt. Little John bringt ihn in ein Kloster auf einer abgelegenen Insel, wo er sich unter den pflegenden Händen von Schwester Brigid (Jodie Comer) langsam erholt.
Die ersten 45 Minuten von Michael Sarnoskis "The Death of Robin Hood" bietet eine bildgewaltige Version des finsteren Mittelalters auf der britischen Insel, die von Machtkämpfen zerrissen ist. Die Kampfszenen sind blutig und brutal und nichts für zarte Gemüter. Mit dem Erwachen von Robin Hood im Kloster linst Hugh Jackman unter der Maske hervor. Geleitet vom christlichen Glauben und dem friedlichen Leben in seiner neuen, kleinen Welt, wird aus dem desillusionierten, lebensmüden Mann wieder ein Robin Hood, wie ihn sich die Nachwelt wünscht.

Der Film beruht auf einer Ballade aus dem 17. Jahrhundert. Der Mythos, den auch die zahllosen Hollywood-Filme in den vergangenen Jahrzehnten aufgebaut haben, wird gründlich zerstört. Jackman erklärt in einem Video selbst, Hood werde vom Helden, der den Armen gab und von den Reichen stahl und treu zu seinem König stand, zum Mörder und Halsabschneider. Mit dem christlichen Motiv kommt im Film nun die Erlösung in sein Leben. Der Nebel über der Landschaft lichtet sich, die Atmosphäre um ihn herum wird heller und freundlicher.

Leider sind die Handlung und ihre Umsetzung so platt gezeichnet, wie es hier klingt. Offenbar hat sich keiner Gedanken gemacht, wie ein vor dem Hintergrund der englischen Geschichte jener Epoche entstandener Mythos wirklich kongenial ins Heute transportiert werden könnte. In der Überlieferung ist Robin Hoods Truppe noch immer beisammen, als er sich zu einer Verwandten ins Kloster begibt.

Robin wird von ihr zu Tode gepflegt, da er von Gott noch immer nichts wissen will. Er ist arglos, als sie ihm gemäß mittelalterlicher Behandlungsmethode zu Ader lässt. Sie rächt ihren Liebhaber, einen alten Rivalen von Hood. Dieser Gedanke wird total zurückgenommen, um Hood an seinen eigenen Taten verzweifeln zu lassen. Was ja richtig ist. Nur muss dafür niemand die Legende zerstören. Die Seele eines Menschen wird immer beschädigt, wenn er einem anderen das Leben nimmt.
Katharina Dockhorn/Filmreporter.de
DCM, Aidan Monaghan
The Death of Robin Hood (2026)
2026