farbfilm Verleih, Steffen Junghans
Das Geheimnis der gestohlenen Maske (2026)

Das Geheimnis der gestohlenen Maske

Originaltitel
Das Geheimnis der gestohlenen Maske
Regie
Nancy Mac Granaky-Quaye
Darsteller
Muine Keune, Morris Mayer, Greta Kasalo, Rosa Henriette Löwe, Malick Bauer, Peri Baumeister
Kinostart:
Deutschland, am 29.10.2026 bei farbfilm verleih
Genre
Kinderfilm
Land
Deutschland
Jahr
2026
FSK
ab 6 Jahren
Länge
100 min.
IMDB
IMDB
Homepage
https://maske-derfilm.de/
|0  katastrophal
brillant  10|
3,0 (Filmreporter)
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Kinderfilm im Stil von Der Dolch des Batu Khan
Johanna (Muine Keune) ist in dem Glauben aufgewachsen, dass sie in Tansania keine Familienangehörigen hat. Umso größer ist ihr Erstaunen, als ihr Großvater Kito (Komi Mizrajim Togbonou) im traditionellen afrikanischen Gewand unangekündigt vor der Tür steht. Auch Vater Marco (Malick Bauer) hatte keinen Kontakt zu ihm.

Gemeinsam entdecken sie bei einem Museumsbesuch eine Maske, die Kito sofort als Eigentum seines Stammes identifiziert, was er lautstark kundtut. Er werde alles tun, um das wertvolle Stück nach Hause zu bringen. Daher ist kein Wunder, dass er der erste Verdächtige ist, nachdem die Maske in der Nacht darauf entwendet wird. Zwei nicht gerade helle Polizisten (Julian Janssen, Anna Mateur) machen sich auf Spurensuche und verfolgen ihn auf Schritt und Tritt.

Johanna will nicht glauben, dass ihr Großvater die Maske gestohlen hat, und spielt gemeinsam mit ihren Freunde Anton (Morris Mayer) und Sweta (Greta Kasalo) Detektiv.
Die Story klingt verdammt wie ein modernisierter Aufguss von Günther Meyers "Der Dolch des Batu Khan", in dem drei Kids einen Einbruch im Dresdner Grünen Gewölbe aufklären, um die Eltern zu entlasten. Doch gerade der Vergleich mit diesem herausragenden Film aus den 1990er Jahren in der Tradition des DEFA-Kinderfilms zeigt, wo es hier hakt.

Viele Details sind leider sehr typisch sind für den modernen deutschen Kinderfilm: Die Erwachsenen werden zu Witzfiguren gemacht, allen voran die Polizei. Wobei man sich als Erwachsener schon mal fragt, wie so Vertrauen in die Ordnungshüter entstehen soll. Auch die Elterngeneration kommt in ihrem Verständnis für den Nachwuchs etwas altbacken daher.

Nicht davon zu reden, dass Afrikaner selten in traditionellen Gewändern durch Deutschland huschen. Vor allem schwingt der Film seine Botschaft, dass in deutschen Museen etliche Raubkunst lagert, das zurückgegeben werden muss, wie eine moralinsaure Keule vor sich her.
Katharina Dockhorn/Filmreporter.de
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Das Geheimnis der gestohlenen Maske (2026)
2026