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Rosa Luxemburg

Originaltitel
Rosa Luxemburg
Alternativ
Die Geduld der Rosa Luxemburg
Genre
Biographie
 
Tschechoslowakei/BRD 1986
 
123 min, ab 12 Jahren (fsk)
Medium
Kinofilm
 
 
Kinostart
10.04.1986 ( D ) bei Neue Visionen
 
 
Regie
Darsteller
Links
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Barbara Sukowa, Rosa Luxemburg (Szene) 1986
StudioCanal Germany
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Biopic über das Leben von Rosa Luxemburg

Europa wird in den zehner Jahren des 20. Jahrhunderts zerrieben vom Ersten Weltkrieg auf der einen Seite und politisch ideologische Grabenkämpfe auf der anderen. In Russland erringen die Bolschewiki unter Führung Wladimir Iljitsch Lenins die Macht und werden so zu Vorbildern für linke Gruppierungen in ganz Europa. In Deutschland kommt es schon im Kaiserreich zu einer Entzweiung der Arbeiterpartei SPD, aus der sich der linke Flügel zunächst in die Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands abspaltet, die sich wiederum bald Spartakus nennt und schließlich 1919 in der Kommunistischen Partei Deutschlands aufgeht.

Federführend in der Entstehungsgeschichte der deutschen Linken ist neben Karl Liebknecht insbesondere Rosa Luxemburg (Barbara Sukowa). Die charismatische Politikerin und Staatsphilosophin distanziert sich vom zu bürgerlichen Kurs der SPD und begrüßt die russische Oktoberrevolution. Anders als die Bolschewiki und deren Führer Lenin strebt sie aber keine Parteidiktatur an. Stattdessen hat sie einen Humanen Sozialismus im Sinn, bei dem die Masse der Arbeiter und nicht nur einige wenige Privilegierte bei der Gestaltung und der Führung des Landes mitwirken. Die Zeitschrift Die Rote Fahne wird zum Sprachrohr Luxemburgs und ihrer Parteigenossen. Den konservativen Kräften in der Weimarer Republik sind diese Ansichten zu radikal. Am 15. Januar 1919 werden Luxemburg und Liebknecht von Offizieren der preußischen Armee ermordet.


"Rosa Luxemburg" bildet den Auftakt einer Reihe von Filmen, in denen sich die Filmemacherin Margarethe von Trotta mit herausragenden Frauen in der deutschen Geschichte auseinandersetzt. Nach der 1986 entstandenen Filmbiographie über die Sozialistin und Mitbegründerin der KPD widmet sie sich 2009 mit "Vision - Aus dem Leben der Hildegard von Bingen" der Kräuter- und Universalgelehrten. In "Hannah Arendt" schließlich ist 2012 die gleichnamige deutsche Philosophin und Publizistin Mittelpunkt der Erzählung. Schauspielerin Barbara Sukowa ist das verbindende Element aller drei Filme. Eigentlich sollte "Rosa Luxemburg" in einer anderen Konstellation entstehen. Für die Regie ist zunächst Rainer Werner Fassbinder vorgesehen, der die Hauptrolle mit Jane Fonda besetzen will. Die Pläne werden jedoch durch den Tod des Filmemachers vereitelt.
Rosa Luxemburg (querG) 1986
Barbara Sukowa, Rosa Luxemburg (Szene) 1986
Hier ist der Trailer zum Biopic über das Leben der Sozialistin Rosa Luxemburg.  Clip starten

Szenenbilder und Covermotiv des Biopice von Margarethe von Trotta.
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