Black Hill
Das Totenschiff

Das Totenschiff

Originaltitel
Das Totenschiff
Regie
Georg Tressler
Darsteller
Wolfgang Heyer, Winfried Groth, Bernhard Caspar, Georg Tressler, Kurt Pratsch-Kaufmann, Rudolf Meurer
Kinostart:
Deutschland, am 01.10.1959 bei
Genre
Abenteuer
Land
Mexiko, Deutschland
Jahr
1959
FSK
ab 12 Jahren
Länge
97 min.
IMDB
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|0  katastrophal
brilliant  10|
7,0 (Filmreporter)
7,7 (3 User)
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Der amerikanische Seemann Philip Gale (Horst Buchholz) sitzt auf dem Trockenen. Kaum neben einer Prostituierten in Antwerpen erwacht, muss er feststellen, dass sein Schiff ohne ihn ausgelaufen ist. Das wäre nicht weiter schlimm, wenn ihm in der Nacht nicht auch noch Geld und Papiere gestohlen worden wären. Ohne seine Seemannskarte hat Philip keine Chance auf einem Schiff anzuheuern, oder gar auf eine Aufenthaltsberechtigung. Die belgische Polizei schiebt den jungen Matrosen kurzerhand nach Holland ab. Doch auch dort hat er es nicht leicht. Philip gelingt es aber immerhin, auf Schleichwegen über die Grenze nach Frankreich zu gelangen. In Marseille angekommen, sucht er weiter nach einer Möglichkeit, um nach Amerika zu gelangen. Schließlich heuert er als Heizer auf der "Yorikke" an. Das Schiff soll umgehend nach Boston ablegen. Kaum an Bord stellt der Matrose jedoch fest, dass der Frachter abgetakelt und das Proviant für die Besatzung kaum ausreichend ist. Dass die Gefahr größer als zunächst bereits angenommen ist, wird Philip jedoch erst deutlich, als er erfährt, dass die "Yorikke" nicht dazu bestimmt ist, die amerikanische Küste zu erreichen.
Regisseur Georg Tressler hat mit "Das Totenschiff" eine filmische Adaption des gleichnamigen Romans von B. Traven inszeniert. Die Leidensgeschichte des heimatlosen Matrosen findet mit dem jungen Horst Buchholz in der Hauptrolle und dem stets grimmigen Mario Adorf als Kapitän des polnischen Kohlenschleppers Lawski die ideale Besetzung. Vor allem Adorf kann in der Rolle des wortkargen Raubeins überzeugen. Tressler hat aus dem abenteuerlichen Überlebenskampf des glücklosen Philip Gale ein eindringliches, sozialkritisches Werk mit existenzialistischen Touch geschaffen. Aussichtslosigkeit und Fremdbestimmung dominieren die Atmosphäre in dem actiongeladenen Drama.
Vincenzo Panza/Filmreporter.de
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2021