Öffne meine Augen

Öffne meine Augen

Originaltitel
Te doy mis ojos
Alternativ
¿Alles Liebe?
Genre
Familienfilm
Land /Jahr
Spanien 2003
 
106 min, ab 12 Jahren (fsk)
Medium
Kinofilm
Kinostart
04.08.2005 ( Kino Deutschland | Kino Schweiz ) bei timebandits films
Regie
Icíar Bollaín
Darsteller
Leire Ucha, Laia Marull, Luis Tosar, Candela Peña, Rosa María Sardà, Kiti Manver
Links
IMDB
Homepage
http://www.timebandits-films.de/
|0  katastrophal
brilliant  10|
7,0 (Filmreporter)
Es gibt noch keine Userkritik!
Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenMeinungenMeinungFeatureDVDs
Icíar Bollaín weiß: Liebe macht blind
Pilar (Laia Marull) ist jung, hübsch und Opfer der ständig wiederkehrenden cholerischen Anfälle ihres Mannes Antonio (Luis Tosar). Dann in einer kalten Winternacht verlässt sie ihn endlich. Hastig packt sie ihre Sachen und flüchtet mit dem kleinen Sohn Juan (Nicolás Fernández Luna) zu ihrer jüngeren Schwester Ana (Candela Peña). Als Ana am darauf folgenden Tag in Pilars Wohnung das Nötigste holt, wird ihr klar, dass Antonio mehr als nur aufbrausend ist. In einer Kommode findet sie einen Arztbericht, der beweist, dass er seine Ehefrau brutal misshandelt hat. Trotz allem fällt Pilar die Trennung schwer. Sie beginnt erstmals in ihrem Leben zu arbeiten, versucht ein neues Leben aufzubauen. Ständig muss sie sich jedoch den Annäherungsversuchen Antonios erwehren, der versucht sie zur Rückkehr in die gemeinsame Wohnung zu bewegen. Er will ihr glaubhaft machen, dass sich alles ändern würde. Um diese Behauptung zu untermauern, besucht er eine Gruppentherapie, in der gewalttätiger Ehemänner über ihre Erfahrungen berichten. Seine Bemühungen zeigen bei Pilar bald die erwünschte Wirkung.
"¿Alles Liebe?" ist mehr als die Geschichte einer Ehe. Die junge Pilar, von der großartigen Laia Marull dargestellt, ist der Prototyp der Ehefrau, die nicht an das Ende ihrer großen Liebe glauben will. Hierfür nimmt sie nicht nur Erniedrigung und Misshandlungen in Kauf, sondern opfert sogar ihr Selbstwertgefühl. Luis Tosar in der Rolle des seelisch gezeichneten und stets unberechenbaren Antonio weiß mit seinem subtilen Spiel zu überzeugen. Einfühlsam gelingt ihm, eine Figur zu zeichnen, die trotz ihrer Gewaltausbrüche ein Opfer des eigenen, aus der Kontrolle geratenen Jähzorns bleibt. Die spanische Regisseurin Icíar Bollaín verwendet einfache schmucklose Bilder, um die häusliche Gewalt so realistisch wie möglich darzustellen. "¿Alles Liebe?" thematisiert nicht nur Gewalt in jeglicher Form. Das Beziehungsdrama ist auch ein Film über den Verlust der Kommunikationsfähigkeit und der Vereinsamung in einer Beziehung.
Vincenzo Panza/Filmreporter.de
Harte, traurige Geschichte öffnet Augen
"Öffne meine Augen" - das klingt nach Sehnsucht, Schmachten,...
Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenMeinungenMeinungFeatureDVDs
2021