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1900 (Teil1)

Originaltitel
Novecento
Alternativ
Teil 1: 1900 - Gewalt, Macht, Leidenschaft; Teil 2: 1900 - Kampf, Liebe, Hoffnung
Genre
Drama, Kriegsfilm
 
Frankreich/Italien/Deutschland 1976
 
165 min, ab 18 Jahren (fsk)
Kinostart
21.10.1976 (D) bei
United Artists
Regie
Darsteller
Links
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brilliant  10|
8,5 (2 User)
8,0 (Filmreporter)
1900""
MGM
Inhalt/Kritik • Cast & CrewTechn. DatenDVDsbewerten

50 Jahre italienischer Geschichte werden lebendig!

"1900" ist eine fünfstündige Chronik der italienischen Geschichte seit der Jahrhundertwende bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs. Der Film schildert das Leben von Alfredo (Robert De Niro), dem Sohn eines Großgrundbesitzers und seinem besten Freund Olmo (Gérard Depardieu). Letzterer entstammt einer Landarbeiterfamilie. Die Beiden sind bereits seit ihrer Kindheit Freunde, als Heranwachsende teilen sie die Abenteuer der Adoleszenz.

Die aus der Herkunft resultierenden Unterschiede treten von Jahr zu Jahr immer mehr in den Vordergrund. Olmo setzt sich für die Rechte der Landarbeiter ein und wird früh zum überzeugten Sozialisten. Alfredo hat zwar ein gespaltenes Verhältnis zu seiner Familie und ihrer feudalen Lebensweise, gibt aber seinen Stand nicht auf. Mit dem aufkeimenden Faschismus der 1930er Jahre spitzt sich auch der Konflikt zwischen den Jugendfreunden immer mehr zu.


Der Erfolg von "Der Letzte Tango in Paris" brachte Bernardo Bertolucci das Vertrauen und das Geld der amerikanischen Studios United Artists, Paramount und Fox. Sie ermöglichten dem aus der Emilia Romagna stammenden Regisseur seine monumentale Chronik der italienischen Geschichte zwischen der Jahrhundertwende bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs zu realisieren. In der flachen, sehr suggestiv wirkenden Kulisse der Po-Ebene beschreibt er im geschichtlichen Zeitraffer den Kampf zwischen den alten, von der Moderne marginalisierten Feudalherren und den verarmten Landarbeitern.

Dank seiner epischen Erzählweise, seiner kraftvollen Bildsprache und dem beeindruckenden Staraufgebots gilt "1900" als Klassiker des modernen Kinos. Neben Robert De Niro, Gérard Depardieu und Donald Sutherland fesselten auch Burt Lancaster und die italienische Filmdiva Stefania Sandrelli Publikum und Kritik. Ennio Morricone ("Spiel mir das Lied vom Tod") schuf den musikalischen Hintergrund, vor dem sich Faschisten und Kommunisten die Köpfe einschlugen. Derart klassenkämpferisch gab sich Bertolucci erst wieder 27 Jahre später in "Die Träumer".
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