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Gespenster
OriginaltitelGespenster
GenreDrama
Land & Jahr Deutschland 2005
FSK & Länge ab 12 Jahren • 85 min.
KinoDeutschland
AnbieterPiffl Medien
Kinostart15.09.2005
RegieChristian Petzold
DarstellerJulia Hummer, Sabine Timoteo, Marianne Basler, Aurélien Recoing, Benno Fürmann, Rosa Enskat
Homepage http://www.gespenster-der-film.de/htm...
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Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenMeinungenNewsGalerieDVDsbewerten

Gespenster hinterließ viele Kritiker ratlos

Seitdem sie denken kann wohnt Nina (Julia Hummer) im Kinderheim und bei Pflegeeltern. Wer ihre leibliche Mutter und Vater sind, weiß die Teenagerin nicht. Da sie nie eine wirkliche Bezugsperson besaß, fehlt Nina jeglicher Halt. Zurzeit muss sie einen Park von Unrat säubern - eine Erziehungsmaßnahme des Jugendamts. Während sie diesem faden Job nachgeht, trifft sie auf Toni (Sabine Timoteo). Das Mädchen treibt sich auf den Straßen und Parks Berlins herum. Nina verliebt sich Hals über Kopf in die neue Bekanntschaft, die ihre Gefühle zu erwidern scheint. Dabei nützt die selbstbewusste Toni das scheue Reh nur aus. Hoffnung spendet dem Teenager noch eine andere Begegnung. Eine reiche Französin (Marianne Basler) glaubt in Nina ihre lang verlorene Tochter gefunden zu haben. Nina hat eine Narbe an derselben Stelle wie ihr vor Jahren verschwundenes Kind.
Fotos verschwundener Kinder auf einem Postamt in den Ardennen inspirieren Christian Petzold ("Wolfsburg") zu der Geschichte eines Mädchens mit unbekannter Herkunft. Außerdem regte ihn das Märchen der Gebrüder Grimm, "Totenhemdchen" an, seine Idee für die Leinwand weiterzuentwickeln. Bedauerlicherweise setzt Petzold seinen Einfall nicht konsequent um. Die verschiedenen Plots bilden weder einzeln noch zusammengefügt ein homogenes Bild. Gar zu viele Zufälle häufen sich, und machen die Geschichte mehr und mehr unglaubwürdig. Dies ist ein Grund für den stagnierenden Spannungsbogen. Julia Hummer spielt die trotzig-depressive Protagonistin zwar mit Eifer, genügend Einblick in Ninas Innenleben gibt sie nicht. Das von Petzold entwickelte Drehbuch lässt ihr nicht genügend Raum die Emotionen ihrer Figur auf die Leinwand zu portieren. Auf der Berlinale 2005 lief "Gespenster" im Wettbewerb, hinterließ aber die Mehrzahl der Kritiker ratlos.
Galerie: Gespenster
Fotos verschwundener Kinder auf einem Postamt in den Ardennen stechen Christian Petzold ("Wolfsburg") sofort ins Auge. Dieses Erlebnis und Gebrüder Grimms "Totenhemdchen"... mehr
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