Cattolica
Cattolica

Cattolica

Originaltitel
Cattolica
Genre
Drama
Land /Jahr
Deutschland, Schweiz 2004
 
86 min, ab 12 Jahren (fsk)
Medium
Kinofilm
Kinostart
11.08.2005 ( Kino Deutschland ) bei Ventura Film
Regie
Darsteller
Links
IMDB
|0  katastrophal
brilliant  10|
4,0 (Filmreporter)
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Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenMeinungDVDs
Der Tod eines Menschen ist für Freunde und Verwandte oft auch Anlass für einen Neubeginn. Als Martins (Merab Ninidze) Mutter stirbt, erfährt er, dass er einen Bruder namens Stefan (Lucas Gregorowicz) hat und dass ihr gemeinsamer Vater ein italienischer Gastarbeiter ist. Die Brüder lernen sich auf der Fahrt nach Italien kennen und stellen schnell fest, dass sie unterschiedlicher kaum geraten sein könnten. Martin ist ein verantwortungsvoller aber etwas spießbürgerlicher Familienvater, Stefan arbeitet als Barkeeper in einer Schwulenkneipe. Er lebte bislang eher in den Tag - bzw. die Nach hinein. Das ungleiche Geschwisterpaar rafft sich zusammen und macht auf den Weg Richtung Adriaküste, wo ihr Erzeuger leben soll. Die Vatersuche gestaltet sich mühsam; mehrmals geben sie fast der Versuchung nach, das Handtuch zu werfen. Doch schließlich gelingt es ihnen, Giuseppe (Giacinto Ferro), so der Name ihren leiblichen Vaters, zu finden. Doch ihre Reise ist damit noch längst nicht zu Ende, denn zu wissen wie Giuseppe lebt und aussieht bedeutet nicht, dass die Brüder ihren Frieden gefunden haben.
Der Schweizer Regisseur Rudolph Jula begleitet in seinem Filmdebüt "Cattolica" zwei Brüder auf ihre schwierige Suche nach den familiären Wurzeln und ihrer Identität. Jula, der nicht nur die Regie übernimmt, sondern ebenfalls das Drehbuch liefert, konnte beim Portraitieren der familiären Zerrissenheit auf ein Reservoir persönlicher Erinnerungen und Erfahrungen schöpfen. Der Filmemacher ist selbst Sohn eines Italieners und einer Schweizerin. Streckenweise gelingt es ihm, die Handlung ohne Pathos zu inszenieren, dennoch wirkt das Roadmovies immer etwas zu konstruiert. Seine Bemühungen, gängige Italienklischees aus dem Weg zu gehen sind trotz Vespafahrt und Adriaküste deutlich spürbar aber nicht immer gelungen. "Cattolica" wurde zunächst im Rahmen des kleinen Fernsehspiels ausgestrahlt, bevor es in die Kinos gelangte.
Vincenzo Panza/Filmreporter.de
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2021