Der Killer von Wien
Der Killer von Wien

Der Killer von Wien

Originaltitel
Lo Strano vizio della Signora Wardh
Genre
Thriller, Horror
Land /Jahr
Spanien, Italien 1971
 
98 min, ab 18 Jahren (fsk)
Medium
Kinofilm
Kinostart
05.05.1972 ( Kino Deutschland ) bei Cinerama
Regie
Darsteller
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IMDB
|0  katastrophal
brilliant  10|
5,0 (Filmreporter)
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Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenMeinungDVDs
Julie Wardh (Edwige Fenech) führt ein Doppelleben. Sie ist mit einem erfolgreichen Geschäftsmann verheiratet, für den sie die brave Hausfrau mimt. Leider hat ihre bessere Hälfte so viel um die Ohren, dass Julie ihn kaum zu Gesicht bekommt. Deshalb vertreibt sich die attraktive Frau ihre Zeit mit Jean (Ivan Rassimov). Er liebt es, sie zu quälen, während sie seine groben Spiele genießt. Die Sexabenteuer lenken Julie von ihrem tristen Eheleben ab, doch nach einiger Zeit wird ihr die Affäre zu riskant. Sie distanziert sich von ihrem Liebhaber, der aber nicht locker lassen will. Als Julie gemeinsam mit ihrem Mann nach Wien reist, trifft sie auf einer Party erneut auf Jean. Der Exbettgenosse will da anknüpfen, wo die beiden das letzte Mal aufgehört haben. Sie weißt ihn aber erneut zurück. Zur selben Zeit treibt ein "Rasiermessermörder" sein Unwesen in der Stadt. Auch Julie wird von ihm bedroht. Langsam entsteht in ihr der Verdacht, dass es sich bei dem Serienkiller um Jean handeln könnte. Vielleicht ist er kränker, als sie bisher vermutete.
"Der Killer von Wien" gehört dem Giallo-Genre an. Der aus dem italienischen stammende Begriff bedeutet übersetzt so viel wie "gelb", was auf die Farbe von Groschenromanen anspielt. Hauptfigur dieser Filmgattung ist meist ein Frauenmörder mit einer unkonventionellen sexuellen Neigung. Die visuellen Markenzeichen eines Giallo dürfen natürlich auch in Sergio Martinos Werk nicht fehlen. So ist der Killer ganz in schwarz gekleidet, trägt dunkle Handschuhe und eine Sonnenbrille. Der Regisseur setzt viel nackte - vor allem weibliche - Haut in Szene. So präsentiert er Julies und Jeans blutiges Liebesspiel recht detailliert. Auch die Mordsequenzen serviert er dem Zuschauer schonungslos mit all dem Genretypischen Gemetzel. Martino legt immer wieder falsche Fährten, womit er einen konstanten Spannungspegel hält. Allerdings wirken die Dialoge platt und Sinnentleert. Die darstellerische Leistung des Ensembles ist nur mittelmäßig, wobei die Handlung wenig kreativen Spielraum lässt. Insgesamt ist Martinos Krimithriller durchschnittlich und vor allem für diejenigen unterhaltsam, die nackte Tatsachen lieben.
Viola Wich/Filmreporter.de
Der Killer von Wien
Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenMeinungDVDs
2021