FILMREPORTER.DE
Best Entertainment
Filmreporter-RSS

Thank You for Smoking

Originaltitel
Thank You for Smoking
Genre
Komödie, Drama
 
D 2005
 
92 min, ab 12 Jahren (fsk)
Medium
Kinofilm
 
 
Kinostart
31.08.2006 ( D | CH | A )
 
 
Regie
Darsteller
Links
Thank
Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenAwardsMeinungenNewsGalerieDVDsbewerten

Jason Reitmans Kampfansage an die Tabakindustrie

Rauchen ist ungesund - das weiß mittlerweile jedes Kind. Nick Naylor (Aaron Eckhart) versucht - und das recht erfolgreich - von dieser Tatsache abzulenken. Der Saubermann verdreht solange die Worte, bis die Kameras abgeschaltet und die Tabakindustrie ein kleines Rückzugsgefecht gewonnen hat. Nick ist Lobbyist. Seine Waffe sind Worte und mit damit kann er exzellent umgehen. Er treibt seine Gegner Gnaden- und Skrupellos in die Ecke, gewinnt jede Diskussion. Deshalb wird er auf einen Feldzug gegen eine Gruppe fanatischer Gesundheitsapostel um den bekennenden Sandalenträger Senator Finistirre (William H. Macy) geschickt. Gegen Nick ist kein Kraut gewachsen. Alle Argumenten gegen das Rauchen wehrt er unbeeindruckt ab - er nimmt sogar seinen minderjährigen Sohn mit auf Geschäftstermine. Die einzige Schwäche Nicks ist seine Leidenschaft für gut aussehende Frauen. Und so lässt er sich von der reizenden Reporterin Heather Holloway (Katie Holmes) fast widerstandslos einwickeln, erzählt ihr vor und nach dem Beischlaf brisante Details aus seinen Job und seiner Privatsphäre. Darauf haben seine zahlreichen Gegner nur gewartet!


Die Unternehmenswelt ist eine Welt für sich. Hinter den Kulissen wird knallhart gekämpft und am Ende zählt nur der Erfolg. Jason Reitman wagt sich bei seinem Spielfilmdebüt auf schwieriges Eis, bricht aber dabei keineswegs ein, ganz im Gegenteil. Der Sohn von Ivan Reitman nimmt kein Blatt vor den Mund und teilt ordentlich in alle Richtungen aus. Die übermächtige Tabakindustrie kriegt genauso ihr Fett weg, wie fanatische Politiker und selbst ernannte Gesundheitsapostel. Die Dialoge der Pechschwarzen Komödie sind gewagt, bissig und provozierend - landen aber nie unter der Gürtellinie. Da bleibt kein Auge trocken. Ungeniert provoziert der Regisseur die Zuschauer über das Konzept der persönlichen Freiheit nachzudenken. Wie Nick Naylor herausfordernd sagt, sollte sich jeder seine eigene Meinung bilden und dann entscheiden was gut für die Tabakindustrie ist. Damit ist sicherlich nicht nur die Einstellung zum Rauchen gemeint. Denn Reitman hat ein paar kritische Worte für die amerikanische Gesellschaft und Politik übrig. Er hat seine Aussagen jedoch so brillant verpackt, dass man bei "Thank You for Smoking" genau hinsehen muss. Die Besetzung der Rollen ist bis in die kleinste Nebenrolle perfekt. Vor allem Aaron Eckhart legt eine beeindruckende Vorstellung als aalglatter Saubermann der Tabakindustrie hin. Die Rolle scheint ihm wie auf den Leib geschrieben. Reitman bietet anspruchsvolle Unterhaltung gepaart mit cleverem Witz.
Thank you for smoking (Quer)
Die Unternehmenswelt ist eine Welt für sich. Hinter den Kulissen wird knallhart gekämpft und am Ende zählt nur der Erfolg. Jason Reitman wagt sich bei seinem Spielfilmdebüt...
Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenAwardsMeinungenNewsGalerieDVDsbewerten
© 2020 Filmreporter.de