Der Schrecken der Medusa
Der Schrecken der Medusa

Der Schrecken der Medusa

Originaltitel
The Medusa Touch
Genre
Mystery, Thriller
Land /Jahr
Frankreich, Großbritannien 1978
 
105 min
Medium
Kinofilm
Kinostart
- ( Kino Deutschland )
Regie
Darsteller
Links
IMDB
|0  katastrophal
brilliant  10|
7,0 (Filmreporter)
10,0 (2 User)
Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenMeinungDVDs
Lino Ventura mit rot unterlaufenden Augen
Der Schriftsteller John Morlar (Richard Burton) kriegt nächtlichen Besuch in seiner Wohnung. Die unbekannte Person gibt sich dem Zuschauer nicht zu erkennen und erschlägt bald darauf den Autor beim Fernsehen. Morlar ist klinisch tot, nur sein Gehirn scheint durch mysteriöse Weise am Leben gehalten zu werden. Der französische Kommissar Brunel (Lino Ventura) hält sich aufgrund eines Austauschprojekts in London auf und übernimmt den Fall. Bei seinen Recherchen stößt er bald auf die Psychologin Zonfeld (Lee Remick) die das Opfer betreut hat. Aus ihren Berichten erschließt sich, dass Morlar telekinetische Fähigkeiten besessen hat. Ungläubig registriert Brunel diese Tatsache. Zusammen mit seinem Kollegen (Harry Andrews) versucht er eine plausible Erklärung für das Verbrechen zu finden. Schon bald gerät er in einen Strudel aus Prophezeiung und Katastrophen.
Medusa war laut der griechischen Mythologie die Tochter der Meeresgottheiten Phorkys und Keto. Aus Eifersucht verwandelt Athene die schöne Medusa in ein geflügeltes Ungeheuer mit Schlangenhaaren, langen Eckzähnen, einem Schuppenpanzer, glühenden Augen und heraushängender Zunge. Der Blick der Medusa ließ fortan jeden sofort zu Stein erstarren, der sie sah. Ein stoischer Lino Ventura trotz mit rot unterlaufenden Augen dem mythologischen Zauber.

In Rückblenden wird die Geschichte eines Schriftstellers mit telekinetischen Kräften erzählt. Teilweise geschieht das auf drei Zeitebenen, was den vielschichtigen Charakter des Werkes unterstreicht. Dialogstärke und Überraschungsmomente werden von den herausragenden Musikkompositionen von Michael J. Lewis begleitet. Dabei kann nicht der atheistische Zynismus überhört werden, der wiederholt anklingt. Regisseur Jack Gold gebraucht harte Schnitte, mit denen er ein überzeugendes Werk mit Endzeitdramatik inszeniert.
Timo Buschkämper, Filmreporter.de
Der Schrecken der Medusa ("The Medusa Touch", 1978)
Concorde
Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenMeinungDVDs
2021