UIP
Miami Vice

Miami Vice

Originaltitel
Miami Vice
Genre
Krimi, Thriller
Land /Jahr
USA 2006
 
132 min, ab 16 Jahren (fsk)
Medium
Kinofilm
Kinostart
24.08.2006 ( Kino Deutschland | Kino Schweiz | Kino Österreich ) bei United International Pictures (UIP)
Regie
Michael Mann
Darsteller
Barry Shabaka Henley, Benjamin Scott Panock, Ciarán Hinds, Jamie D. Knee, Domenick Lombardozzi, Gil Lopez Jr.
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IMDB
|0  katastrophal
brilliant  10|
5,0 (Filmreporter)
7,3 (10 User)
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Michael Manns Remake der erfolgreichen TV-Serie
Wie ihre Vorbilder aus der Fernsehserie jagen Ricardo Tubbs (Jamie Foxx) und "Sonny" Crocket (Colin Farrell) Drogendealer. Dabei scheuen sie, wie einst Don Johnson und Philip Michael Thomas, keine Mühen. Um die Drogenbosse auffliegen zu lassen, bringen sie sich selbst immer wieder in große Lebensgefahr. Tubbs wird zum Drogenschmuggler und schafft den illegalen Stoff nach Südflorida. Währenddessen schleust sich Kollege Crocket bei den Lieferanten ein. Als er sich ausgerechnet in die chinesisch-kubanische Ehefrau (Gong Li) eines Drogenbosses verliebt, wird die Lage immer riskanter. Die beiden Undercover-Cops müssen zudem aufpassen, nicht in den Sog der Illegalität gezogen werden.
Der Produzent der TV-Serie Michael Mann setzt sich auf den Regiestuhl und holt Colin Farrell und Jamie Foxx als Polizistenduo vor die Kamera. Die Protagonisten werden in ähnlich schicke Anzüge gesteckt wie ihre Vorbilder Don Johnson und Philip Michael Thomas und dürfen noch schnellere Autos fahren. Und die sind wirklich cool. Ferrari lässt grüßen. Mann bietet durchaus spannende und actionreiche Kinounterhaltung, aber wieso hat er das Projekt "Miami Vice" getauft? Tubbs und Crocket könnten genauso gut Smith und Jones heißen, das würde dem Film keinen Abbruch tun. Mit den Serienhelden von einst haben die Leinwandprotagonisten allenfalls Namen, Hautfarbe und natürlich den Job gemein. Man sieht nicht besonders viel von Miami, ab und an die Skyline bei Nacht, und der gespannte Fan muss auch auf Details wie das charmante Haustier von "Sonny" verzichten. Wieso Crocket als erfahrener Undercovercop gleich nach dem ersten Geschäft die Grenze zwischen Realität und Illegalität nicht mehr kennt, ist kaum nachzuvollziehen. Jamie Foxx beweist immerhin erneut, dass er ein toller Schauspieler ist. Das Kinopublikum wird Probleme mit dem Wiedererkennungswert haben, kann sich aber auf leichte Kinounterhaltung freuen. Mit ganz anderen Problemen hatten im Vorfeld die Filmschaffenden zu kämpfen. Die Dreharbeiten mussten lange unterbrochen werden, denn Hurrikane Katrina hatte in Florida zugeschlagen. Außerdem gab es Budgetprobleme. Die angesetzten 125 Millionen Dollar reichten nicht aus, der Etat musste um weitere 25 Millionen aufgestockt werden. Dabei sind noch nicht einmal die Werbe- und Marketingausgaben mit eingerechnet.
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Sicher gehört "Miami Vice" zu den Serien, die unvergessen bleiben. Leider hat Michael Manns Kinoabenteuer fast nichts mehr mit der TV-Serie zu tun.
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2021