Pallas Film
Deutschland im Jahre Null

Deutschland im Jahre Null

Originaltitel
Germania anno zero
Genre
Drama
Land /Jahr
Italien 1947
 
78 min, ab 16 Jahren (fsk)
Medium
Kinofilm
Kinostart
- ( Kino Deutschland )
Regie
Roberto Rossellini
Darsteller
Franz von Treuberg, Babsi Schultz-Reckewell, Edmund Moeschke, Ernst Pittschau, Ingetraud Hinze, Franz-Otto Krüger
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IMDB
|0  katastrophal
brilliant  10|
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Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenMeinungNewsFeatureDVDs
Neorealistischer Kriegsfilm von Roberto Rossellini
Im Berlin der Nachkriegszeit lebt der kleine Edmund Köhler (Edmund Moeschke) zusammen mit seiner Familie in einem Mietshaus. Sie hausen in der Wohnung der Rademachers, die in ihren Räumen insgesamt fünf Sippen untergebracht haben. Die Verhältnisse sind katastrophal. Hunger und Mangel bestimmen den Alltag. Edmunds älterer Bruder Karl-Heinz (Franz-Otto Krüger) hält sich bei der Familie versteckt, da er als ehemaliger Wehrmachtssoldat mit der Inhaftierung durch die alliierten Truppen rechnen muss.

Vater Köhler (Ernst Pittschau) ist krank und ans Bett gebunden. Zusammen mit seiner Schwester Eva (Ingetraud Hinze) bemüht sich Edmund Tag und Nacht das Überleben der Familie zu sichern. Der Junge treibt sich auf der Straße herum und durchstöbert die Keller und Treppenhäuser der zerbombten Häuser. Mit seinen Weggefährten Jo (Babsi Schultz-Reckewell) und Christel (Alexandra Manys) organisiert er Lebensmittel und Zigaretten. Auf einem seiner Streifzüge durch die Stadt trifft er seinen ehemaligen Lehrer Enning (Erich Gühne). Der Pädagoge überredet ihn zu einem Geschäft
Das neorealistische Kriegsdrama wurde unmittelbar nach seiner Veröffentlichung von Publikum und Kritik in Deutschland heftig abgelehnt. Die Darstellung des besiegten deutschen Volkes und die pessimistische Aussage stießen auf erbitterten Widerstand. 'Das Kranke und Alte muss sterben um dem Jungen und Gesunden Platz zu machen'. Der Satz des Lehrers Enning ist das erschreckende Grundmotiv des Werkes. Roberto Rossellini stellt die Frage nach Schuld und Sühne inmitten des chaotischen Nachkriegschaos.

Durch die Augen eines Kindes wird der Betrachter Zeuge des damaligen Schreckens. Mit eindringlichen schwarz-weißen Bilder versteht es der italienische Regisseur die Perversion der Zeit greifbar zu machen. Dies wirkt auf den Zuschauer erschütternd und faszinierend zugleich. Die Laienschauspieler agieren an Originalschauplätzen im zerstörten Berlin, wodurch der Antikriegsfilm als ein authentisches Stück Film- und Zeitgeschichte einzuordnen ist. "Deutschland im Jahre Null" gewann 1948 den Großen Preis beim Filmfest in Locarno.
Timo Buschkämper, Filmreporter.de
Deutschland im Jahre Null
In der dritten Ausgabe des Jahres 1948 nimmt die Zeitschrift...
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2021