20th Century Fox
Borat

Borat

Originaltitel
Borat: Cultural Learnings of America for Make Benefit Glorious Nation of Kazakhstan
Regie
Larry Charles
Darsteller
Sacha Baron Cohen, Ken Davitian, Luenell Campbell, Charlie, Ilham Aliyev, Pamela Anderson
Kinostart:
Deutschland, am 02.11.2006 bei 20th Century
Kinostart:
Österreich, am 03.11.2006 bei 20th Century Österreich (Centfox Film)
Kinostart:
Schweiz, am 02.11.2006 bei Fox-Warner
Genre
Komödie
Land
USA
Jahr
2006
FSK
ab 12 Jahren
Länge
84 min.
IMDB
IMDB
|0  katastrophal
brilliant  10|
6,0 (Filmreporter)
5,0 (3 User)
Sacha Baron Cohen kennt weder Respekt noch Tabus
Der kasachische Reporter Borat (Sacha Baron Cohen) wird zusammen mit seinem Produzenten und einem Kameramann in die USA geschickt. Dort soll er die große amerikanische Kultur kennen lernen. Bei seiner Rückkehr soll er diese zum Wohle der Heimat seinen Landsleuten näher bringen. In New York angekommen, erleidet Borat einen gewaltigen Kulturschock. Solch große Häuser und Menschenmassen hat er noch nie gesehen. Zunächst protestiert er, als er den Fahrstuhl seines Hotels verlassen soll. Er findet dieses Zimmer völlig in Ordnung und weigert sich in einen kleineren Raum umzuziehen. Als ihm seine wirkliche Hotelsuite gezeigt wird, ist er begeistert. In Interviews mit einem Humortrainer, Politikern und einer Feministengruppe lernt Borat völlig neue kulturelle Ansichten kennen. Alle Menschen hier sollen gleichberechtigt sein, sogar Frauen dürfen studieren? Sowas hat der Kasache noch nicht gehört! Doch seine größte Entdeckung macht der Reporter im US-Fernsehen. Borat verliebt sich unsterblich in "Baywatch"-Nixe Pamela Anderson. Fest entschlossen die Blondine zu heiraten, überredet er seinen Produzenten ins gesegnete Land Kalifornien zu reisen. Auf ihrer Fahrt in einem gebrauchten Eiswagen trifft das Team auf zahlreiche Einwohner der USA. Diese versuchen erfolglos, den verwirrten Ausländern uramerikanische Sitten und Gebräuche zu vermitteln.
Der britische Komiker Sacha Baron Cohen hat die Rolle von Borat bereits ausgiebig in seiner TV-Sendung "The Ali G. Show" getestet. Im ersten Spielfilm über den kasachischen Reporter zeigt er keinerlei Respekt oder Tabugrenzen. Borat wird gezeigt, wie er in aller Öffentlichkeit vor dem Rockefeller Tower seinen Darm entleert oder seinen sexuellen Trieben nachgeht. In den Interviews zeigt er sich wissbegierig, seine Gesprächspartner fühlen sich überlegen. Gerne wollen sie ihm und seinem kleinen Land Kasachstan die modernen Erkenntnisse der USA näher bringen. Da verzeihen sie zunächst auch einige Verständigungsprobleme des Ausländers. Doch Borat provoziert die konservativen Amis und strapaziert deren Nerven bis aufs Äußerste. Besonders beim Thema Sex oder dem verunglimpfen ihrer Nationalhymne verstehen die prüden US-Bürger keinerlei Spaß. Cohen nutzt die Gutgläubigkeit der Amerikaner gnadenlos aus. Er hält deren Kultur und bigotten Verhalten einen Spiegel vor. Bei der ganzen Situationskomik, weiß der Zuschauer bald nicht mehr, was improvisiert und was inszeniert ist. Fans des Komikers werden einige Interviews aus seiner TV-Show wiedererkennen. Für sensible Gemüter und Amerikaner ist "Borat" garantiert nicht geeignet. Alle anderen werden sich über die teilweise perversen Unverschämtheiten des Briten königlich amüsieren.
Andreas Eckenfels/Filmreporter.de
Videoclip: Borat
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