American Hardcore - 2006 | FILMREPORTER.de
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American Hardcore

Die Geschichte des American Punk Rock von 1980 bis 1986

OriginaltitelAmerican Hardcore
GenreDokumentarfilm, Musikfilm
Land & Jahr USA 2006
FSK & Länge ab 6 Jahren • 108 min.
KinoDeutschland
AnbieterKinostar
Kinostart14.12.2006
RegiePaul Rachman
DarstellerAlvin Robertson, Joe Keithley, Jack Rabid, Hank Pierce, Alec Peters, Mike Patton
Homepage http://www.american-hardcore.de/
Links IMDB
Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenGalerieDVDsbewerten

Die musikalische Entwicklung des American Hardcore nahm ihren geographischen Ausgangspunkt in Los Angeles. Kurz darauf breitete sich die Bewegung bis an die Ostküste der USA aus. Die Amtszeit des amerikanischen Präsidenten Jimmy Carter ging zu Ende und sein republikanischer Nachfolger Ronald Reagan rief einen neuen Konservatismus aus. Einige zumeist weiße Teenager der Arbeiter- und Mittelklasse waren wild entschlossen, eine gesellschaftliche Gegenbewegung aufzubauen. Mit ihrer rauen, schnellen Musik hofften sie, ihrer trüben Realität zu entfliehen. Sie schufen eine aggressive Verbindung von Intensität mit wütender Leidenschaft. Die Szene war nicht an Ruhm und Profit interessiert. Aus ihrer Mitte rekrutierte sich ebenfalls die 'Straight Edge' - Bewegung, die strikt gegen Alkohol- und Drogenkonsum eintrat. Die blutigen Zusammenstösse mit der Polizei und die steigende Gewaltbereitschaft innerhalb der Szene bedeuteten aber bald das Ende des American Hardcore. Er inspirierte jedoch nachhaltig viele Bands der Nachfolgegeneration, so etwa die "Red Hot Chili Peppers" und die "Beastie Boys".
Die Dokumentation von Paul Rachman ist inspiriert durch das Sachbuch "American Hardcore: A Tribal History" von Steven Blush. Punkveteran Rachman drehte unter anderem Videos für die Musikgruppen "Bad Brains", "Alice in Chains" oder "Sepultura". Zudem war er einer der Gründungsväter des amerikanischen "Slamdance Film Festival", einem Festival für unabhängige Filmemacher. Er beschreibt den American Hardcore als eine Bewegung, die Toleranz predigt und sich zugleich allein über die Ausgrenzung definiert. Mithilfe von Statements der Beteiligten wird dem Zuschauer ein Musikstil erläutert, der nur im gesellschaftlichen Kontext verstanden werden kann. Das Bildmaterial stammt ausschließlich von privaten Videomitschnitten und ist im Zuschnitt teilweise dem schnellen Rhythmus der Musik angepasst. Ein Umstand der sich negativ aufs Sehvergnügen auswirkt. "American Hardcore" ist ein Werk für Freunde dieser speziellen Musikrichtung oder Menschen die an urbanen Bewegungen interessiert sind. Es ist Zeugnis eines wenig beachteten Teils der subkulturellen Entwicklung Nordamerikas.

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Die Dokumentation von Paul Rachman ist inspiriert durch das Sachbuch "American Hardcore: A Tribal History" von Steven Blush. Punkveteran Rachman drehte unter anderem Videos für... mehr
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