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Drei Farben: Blau

Originaltitel
Trois couleurs: Bleu (Trzy kolory: Niebieski)
Genre
Drama
 
Polen/Schweiz/Frankreich 1993
 
100 min, ab 12 Jahren (fsk)
Medium
Kinofilm
 
 
Kinostart
04.11.1993 ( D ) bei Concorde Filmverleih
 
 
Regie
Darsteller
Links
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9,0 (1 User)
8,0 (Filmreporter)
Concorde Film

1. Teil von Krzysztof Kieslowskis Farben-Trilogie

Nach dem tödlichen Unfall ihres Mannes und ihrer Tochter zieht sich Julie (Juliette Binoche) mit einem Gefühl tief empfundener Trauer und Verlassenheit in ein kleines Landhaus zurück. Doch hier erinnert alles an die verlorene Familie. Julie verkauft das Anwesen und bricht alle Kontakte ihres bisherigen Lebens ab. In der Metropole Paris lebt sie lange isoliert für sich alleine, bevor sie von einer Journalistin animiert die letzte Komposition ihres Mannes vollendet. Während der Vollendung des "Konzert für Europa" betitelten Opus beginnt die Witwe, neue Beziehungen aufzubauen. Über die langsam wachsende Liebe zum ehemaligen Assistenten ihres Mannes, Olivier (Benoît Régent), findet sie langsam zurück ins Leben.


Krzysztof Kieslowski hat immer eine enge Beziehung zu Frankreich, seiner Kultur, Philosie und Politik gehabt. Mit seiner Trilogie "Drei Farben" nimmt der polnische Regisseur nicht nur farblich die Symbolik der französischen Revolution auf. Blau ist die Farbe der Freiheit und die Freiheit der von Juliette Binoche meisterhaft gespielten Protagonistin geht über den Verlust allen Bekannten und Geliebten, eine drastische und konsequente Interpretation des Freiheitsbegriffs. Der französische Kameramann Jacques Witta setzt nicht nur farblich die Hintergründige Symbolik der Drehbuchautoren Agnieska Holland (Die Affäre von Rimbaud und Verlaine) und Krzysztof Kieslowski perfekt um, seine Bilder haben eine unglaubliche Aussagekraft.
Drei Farben: Blau
Concorde Film
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