Unser täglich Brot
Alamode Film
Unser täglich Brot

Unser täglich Brot

Originaltitel
Unser täglich Brot
Genre
Dokumentarfilm
Land /Jahr
Deutschland, Österreich 2005
 
92 min, ab 12 Jahren (fsk)
Medium
Kinofilm
Kinostart
18.01.2007 ( Kino Deutschland | Kino Schweiz ) bei Alamode Filmdistribution
Regie
Darsteller
Links
IMDB
Homepage
|0  katastrophal
brilliant  10|
7,0 (Filmreporter)
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Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenMeinungGalerieInterviewDVDs
Gelungene Dokumentation, die Unbehagen erzeugt
Die etwas eigenartige Dokumentation mit dem Titel "Unser täglich Brot" des Österreichers Nikolaus Geyrhalter ist eine ganz besondere Darstellung industrieller Nahrungsmittelerzeugung. Über einen Zeitraum von zwei Jahren besuchte der Regisseur zahlreiche Produktionsstätten in Europa. Dabei konzentriert er sich vor allem auf die Großindustrie. Tomaten-, Oliven- und Paprikaplantagen sowie Kuh-, Schweine- und Hühnerhaltungen werden dem Zuschauer näher gebracht. Um jegliche Subjektivität zu umgehen, verzichtet Geyrhalter auf Kommentare, Erklärungen oder Interviews.

Auch auf eine musikalische Untermalungen verzichtet der Dokumentarfilmer. Nur Maschinenlärm, Traktorengeräusche oder andere Geräusche begleiten den Zuschauer auf seiner Reise durch die moderne Nahrungskette. Er erhält Zutritt zu ansonsten abgeschirmten sterilen Lagerhallen und Tötungsstätten ganzer Kuh- und Schweineherden. Er überlässt es dem Zuschauer, dessen Lebens- und Ernährungsstil zu hinterfragen.
Sind wir uns über unser Essen bewusst? Wissen wir woher die saftigen Paprikas, die gut riechenden Gewürze, das Olivenöl oder der frische Nudelteig kommt? Würden wir das alles wissen wollen, oder leben wir gerne mit dem Körnchen Ungewissheit ob der Herkunft unserer Lebensmittel? Es ist genau dieses Körnchen Ungewissheit, das uns einen ungetrübten Genuss des saftigen, rosé gebratenen Steaks auf unserem Mittagstisch ermöglicht. Der österreichische Regisseur Nikolaus Geyrhalter unternimmt in seiner Dokumentation einen ungewöhnlichen Schritt zur Aufklärung. Ohne mit Worten zu hantieren, was wortlos bereits aussagekräftig ist, lässt er nervige Maschinengeräusche und die Schreie sterbender Tiere auf die Zuschauer wirken.

Der Film ist einfach, er zeigt die Abläufe der modernen, industrialisierten Nahrungsmittelproduktion. Dabei geht es nicht nur um die Fleischproduktion, auch der Getreide- und Gemüseanbau ist in seinem Fokus. Die Kamera steht still, Musik gibt es nicht, ebenso wenig treten Menschen auf, auch nicht als Kommentatoren oder Interviewpartner aus dem Off. Menschen sind - so die Aussage - in diesen Herstellungsprozessen sowieso fehl am Platz. Das Ziel der Dokumentation - eine reflektiertere Einstellung gegenüber unseren Nahrungsmitteln - hat der Regisseur erreicht.
Andrea Niederfriniger, Filmreporter.de
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2021