Krabat - 2008 | FILMREPORTER.de
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Krabat

OriginaltitelKrabat
GenreFantasy
Land & Jahr Deutschland 2008
FSK & Länge ab 12 Jahren • 120 min.
KinoDeutschland
Anbieter20th Century Fox
Kinostart09.10.2008
RegieMarco Kreuzpaintner
DarstellerDavid Kross, Daniel Brühl, Christian Redl, Robert Stadlober, Paula Kalenberg, Hanno Koffler
Homepage http://www.krabat-derfilm.de
Links IMDB
Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenAwardsMeinungenNewsTrailerGalerieInterviewDVDsbewerten

Otfried Preußlers Jugendroman erneut auf Leinwand

Der Dreißigjährige Krieg hat tiefe Wunden in die deutschen Staaten gerissen. Im Land wütet die Pest. Auch Krabats (David Kross) Mutter ist der heimtückischen Krankheit zum Opfer gefallen. Mit zwei Freunden zieht der 14-Jährige heimatlos übers Land. Als ihn eine geheimnisvolle Stimme zu einer abgelegenen Mühle lockt, glaubt er sein Glück gefunden zu haben. Der Müllermeister (Christian Redl) bietet ihm eine Lehrestelle an. Allerdings müsse Krabat bedingungslos gehorchen und hart zupacken. Der Waise nimmt das Angebot dankend an. Endlich hat er wieder Bett und warme Nahrung. Bald stellt sich jedoch heraus, dass die Mühle ein Ort schwarzer Magie und der Müller ein Lehrmeister der dunklen Künste ist. Er bringt den Knaben das Zaubern bei, zeigt ihnen, wie sie ihnen die tägliche Knochenarbeit erleichtern kann. Krabat ist fasziniert und sein fleißigster Schüler. Die Warnungen seines besten Freundes Tonda (Daniel Brühl) schlägt er in den Wind. Erst als sich Krabat bei einem nächtlichen Ausflug in das Bauernmädchen Kantorka (Paula Kalenberg) verliebt, erkennt er die Gefahr der Zauberei. Doch ist schon fast zu spät, denn am Ende eines jeden Lehrjahres fordert der Meister seinen besten Schüler zum Duell - der Unterlegene muss sein Leben lassen.
Mit der Verfilmung von "Krabat" erfüllte sich Marco Kreuzpaintner einen langgehegten Traum. Als Kind war er eifriger Leser von Otfried Preußlers gleichnamigem Jugendroman. Das Buch verkaufte sich rund zwei Millionen Mal und wurde in 31 Sprachen übersetzt. Dementsprechend groß sind auch die Erwartungen der Leser an die Literaturverfilmung. Kreuzpaintner wählte einen stark auf die Figuren fokussierten Zugang zur Geschichte. Neben der Hauptfigur Krabat (David Kross) sind auch die Nebenfiguren bis in kleine Details charakterisiert. So fällt es leicht, ihre Aktionen einzuordnen. Im Gegensatz dazu wurde der Handlung nicht die gleich große Aufmerksamkeit geschenkt. Diese bleibt eher an der Oberfläche, angesichts der fundierten Charakterzeichnung fällt dies jedoch nicht weiter auf. Visuell ist am Film wenig auszusetzen. Die Bilder passen hervorragend zur Atmosphäre des Films, und der Betrachter fühlt sich sofort in die Zeit des Dreißigjährigen Krieges hinein katapultiert. Erwartet man jedoch Spezialeffekte oder gar Actionelemente, wird man enttäuscht. Lediglich die schwarzen Raben, die ihren Teil zur magischen und übersinnlichen Stimmung des Films beitragen und sich ab und an in Menschen verwandeln, wurden durch Computerhilfe erstellt. Im Interview mit Filmreporter.de bestätigt Marco Kreuzpaintner wie schwierig es sei, ein mehrfach ausgezeichnetes Buch zu verfilmen. Jeder habe bereits seinen eigenen Film im Kopf, so der Regisseur. Dennoch gelang ihm ein kurzweiliger Film, der eine alltägliche Geschichte mit alltäglichen Themen spannend und magisch neu erzählt.

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Bewertung
6,5
7,0 (Filmreporter)     
 (2 User)

Meinungen

Trotz Brühl gut

Im Folgenden kritisiert jemand eine Verfilmung, der die Filmvorlage, Otfried Preußlers gleichnamiges Kinderbuch, nicht gelesen hat. Damit rechneten die Produzenten dieses... mehr
17.11.2008 12:02 Uhr - liborius2002
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