Der Fuchs und das Mädchen

Originaltitel
Le Renard et l'Enfant
Alternativ
The Fox and the Child - Der Fuchs und das Mädchen (Schweizer Titel)
Genre
Dokumentarfilm
 
Frankreich
 
92 min, ab 0 Jahren (fsk)
Medium
Kinofilm
 
 
Kinostart
03.01.2008 ( D | CH | A ) bei Kinowelt Filmverleih
Regie
Luc Jacquet
Darsteller
Bertille Noël-Bruneau, Isabelle Carré, Thomas Laliberté, Ambra Angiolini, Camille Lambert, Kate Winslet
Links
IMDB
|0  katastrophal
brilliant  10|
7,0 (Filmreporter)
6,5 (2 User)
Das Fuchs und das MädchenKinowelt
Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenMeinungenTrailerGalerieDVDsbewerten

Dokufilmer Luc Jacquet wechselt zum Spielfilm

Die junge Lila (Bertille Noël-Bruneau) lebt mit ihren Eltern auf einem entlegenen Bauernhof inmitten der freien Natur. Sie liebt es, über die Felder und Wiesen zu streunen und die nahegelegenen Wälder zu durchforsten. Sie beobachtet die Tierwelt und versucht die Laute der Vögel nachzuahmen. Eines Tages entdeckt sie bei einem Streifzug einen Fuchs auf der Jagd. Der sieht sie nicht, da er völlig auf seine Beute fixiert ist. Vorsichtig nähert sich Lila Schritt für Schritt, um ihn nicht aufzuschrecken.

Plötzlich dreht der Fuchs sich um und sieht das Mädchen vor sich. Sie sind sich sehr nah, doch obwohl er eigentlich fliehen müsste, bleibt er noch einen Moment stehen. Zwischen den beiden gibt es einen wortlosen Austausch, eine Kommunikation zwischen zwei Welten. Dann läuft das Tier davon. Für Lila hat ein großes Abenteuer begonnen. In den folgenden Tagen kommt sie immer wieder zu diesem Ort, um nachzusehen ob der Fuchs wieder auftaucht. Erst im Winter kann sie seine Spur im Schnee aufnehmen und ihm erneut folgen. Über Monate hinweg sucht und folgt sie dem Wildtier in freier Wildbahn, bis es ihr gelingt dem Fuchs langsam die Angst zu nehmen. Die beiden werden ungleiche Freunde und akzeptieren die Nähe des anderen. Als Lila eines Tages in Gefahr gerät, steht ihr der Fuchs bei.


Die Grundidee zu "Der Fuchs und das Mädchen" basiert auf einer tatsächlichen Begebenheit aus Luc Jacquets Kindheit. Der Regisseur hatte als Kind bei einer Wanderung einen Fuchs auf der Jagd beobachtet und sich diesem vorsichtig genähert bis er diesem Auge in Auge gegenüber stand. Im Gegensatz zu seiner Protagonistin sah Jacquet den Fuchs jedoch nicht mehr wieder. Da ihn diese Erinnerung nie ganz losließ, beschloss er einen Film darüber zu drehen. Doch die ruhige, fast dialogfreie Geschichte fand keine Finanzierung bis Jacquets "Reise der Pinguine" zu einem Kassenerfolg wurde.

Im Anschluss war es ihm endlich möglich, Produzenten für sein Kindermärchen zu gewinnen. Im Mittelpunkt steht der Respekt gegenüber der Natur. Jacquet will aufzeigen, dass bestimmte Grenzen nicht übertreten werden dürfen, weil sonst die Gefahr besteht, jemanden, den man besitzen möchte, zu verfälschen. Seine Botschaft ist nicht dick aufgetragen, sondern wird mit leichter Hand und die Kraft seiner Bilder verständlich. Der Star des Films sind die wunderschönen Landschaftsaufnahmen, die alle Jahreszeiten in ihren prächtigsten Momenten zeigen.

Auch die junge Bertille Noël-Bruneau spielt ausgezeichnet. Ihre Darstellung der Lila ist natürlich und frei von Manierismen. Jacquet vermeidet es, den Fuchs zu verniedlichen. Gegen Ende gibt es eine schockierende Szene, die dem Zuschauer klar macht, dass Mensch und Tier nur begrenzt Freunde sein können. Dennoch ist "Der Fuchs und das Mädchen" auch und gerade für ein junges Publikum geeignet, da er für Verständnis und Respekt im Umgang mit der Natur und ihren Bewohnern plädiert.
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Das Fuchs und das Mädchen
"Der Fuchs und das Mädchen" ist Kindermärchen und Abenteuerfilm zugleich. Im Mittelpunkt steht die außergewöhnliche Freundschaft zwischen einem jungen Mädchen und einem...  Clip starten
Nach dem Erfolg von "Die Reise der Pinguine" wechselt Regisseur Luc Jacquet ins Spielfilm-Genre. "Der Fuchs und das Mädchen" ist Kindermärchen und Abenteuerfilm zugleich.
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2021