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Control

Originaltitel
Control
Genre
Drama, Musical
 
Großbritannien/USA/Australien/Japan 2007
 
125 min, ab 12 Jahren (fsk)
Medium
Kinofilm
 
 
Kinostart
10.01.2008 ( D | CH | A ) bei Capelight Pictures
 
 
Regie
Anton Corbijn
Darsteller
Nicola Harrison, Nigel Harris, Herbert Grönemeyer, Ben Naylor, Matthew McNulty, Robert Shelly
Homepage
http://www.controlthemovie.com
Links
IMDB
|0  katastrophal
brilliant  10|
1 8,0(Filmreporter)
7,3 (3User)
ControlPolyfilm
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Biopic des kurzen Lebens von Ian Curtis

Ian Curtis (Sam Riley) arbeitet nach der Schule als Arbeitsvermittler und heiratet seine Jugendliebe Deborah (Samantha Morton). Er ist aber auch ein begnadeter Texter. Als seine Kumpels einen Leadsänger suchen, fällt die Wahl schnell auf Ian. Joy Division, wie sich die Band nennt, fängt ganz unten an und kämpft sich mutig in die Herzen der britischen Musikfans. Als Ians Frau ein Kind erwartet, werden die Musiker immer populärer. Doch der Ruhm hat seinen Preis: Nach einem Auftritt in London erfährt Ian, dass er unter Epilepsie leidet. Er ist hin- und hergerissen zwischen seinem bürgerlichen Job und der Musik. Zudem entfremdet er sich immer mehr von seiner Frau und selbst die kleine Tochter kann ihn nicht zu Hause halten. Einzig aus Liebe zu Annik Honoré (Alexandra Maria Lara) schöpft er neue Kraft. Um mit ihr zusammen sein zu können, verletzt er Deborah. Als sich die epileptischen Anfälle häufen, eine Tour durch Amerika vor der Tür steht und Deborah die Scheidung fordert, gibt Ian Curtis den Kampf auf. Am 18. Mai 1980 nimmt er sich das Leben.


Der Niederländer Anton Corbijn ist ein Star-Fotograf, entwarf Plattencover und realisierte unzählige Musik-Videos für Topbands wie Depeche Mode, U2, Nirvana, R.E.M. und seinen Nachbarn Herbert Grönemeyer. Er verbrachte viel Zeit mit den ganz Großen des Musikgeschäftes. Daher ist es nicht verwunderlich, dass er seine Liebe zur Musik auch in sein Spielfilmdebüt einfließen lässt. Ein Pluspunkt ist, dass er Curtis persönlich kannte und somit nah am Original bleiben konnte, ohne einem Mythos hinterher zu jagen. Mit "Control" liefert Corbijn nicht nur ein eindrucksvolles Filmdebüt, er setzt Ian Curtis ein Denkmal. Neben unzähligen Liedern von Joy Division wie "She's Lost Control", "Transmission" oder "Atmosphere" untermalen Stücke von David Bowie, den Sex Pistols, Kraftwerk, Iggy Pop und New Order das Werk. Grundlage ist die Autobiographie "Touching From a Distance" der Curtis Witwe Deborah Curtis, die als Koproduzentin an dem Filmprojekt beteiligt ist. Daraus resultiert der einzige Schwachpunkt. Die Szenen zwischen Ian und Deborah in der Dreiecksbeziehung mit Annik wirken unbeholfen. Das liegt nicht an den Darstellern. Der bisher nur als Anhängsel von Alexandra Maria Lara bekannte Sam Riley überrascht durch seine intensive Darstellung. Mit verblüffender Ähnlichkeit verkörpert er Ian Curtis. Auch Samantha Morton, die Deborah Curtis spielt, liefert eine beeindruckende Leistung. Dabei kreiert Corbijn einen nüchternen Stil. Seine Schwarz/Weiß Bilder scheinen immer Distanz zu Ian Curtis zu halten. Sie streifen den Figuren manchmal eine Melancholie über, die nur noch von der lässigen Zigarette im Mundwinkel und einem leerem Blick übertroffen wird. Dabei versagt sich Corbijn glücklicherweise der Versuchung, einen abstrakten, romantischen, oder gar depressiv-sphärischen Film zu machen. Ihm geht es neben den Figuren auch um das Zeitgefühl. Er will ein Gefühl von Manchester der 1970er-Jahren vermitteln. Das gelingt ihm in vielen kleinen Details, wie dem Haus, in dem Curtis lebte und die anderen gut gewählten Locations. Auch wenn die Musik einen großen Teil des Films einnehmen, so werden auch Zuschauer, die Joy Division oder New Order - wie sich die Band später nannte - nicht kennen, begeistert sein. Leidende, sensible Künstler, die trotz ihrer Gabe am Leben zerbrechen, haben bisher immer fasziniert.
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Control
Videoclip: Control
Joy Division war eine britische Band, die nicht zuletzt wegen ihrem charismatischen Leadsänger Ian Curtis und dessen eindrucksvollen Texten bekannt wurde.  Clip starten
Galerie: Control
Mit vielen zeitgenössischen Musikstücken beschreibt Star-Fotograf und Videoclipregisseur Anton Corbijn in "Control" das kurze Leben von Ian Curtis (1956 bis 1980).
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