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Vivere

Originaltitel
Vivere
Genre
Romanze
Land /Jahr
Deutschland 2007
 
93 min, ab 12 Jahren (fsk)
Medium
Kinofilm
Kinostart
18.10.2007 ( D ) bei Stardust Filmverleih
Regie
Angelina Maccarone
Darsteller
Hannelore Elsner, Esther Zimmering, Kim Schnitzer, Egbert Jan Weeber, Aykut Kayacik, Inger Hansen
Homepage
http://www.stardust-filmverleih.de/in...
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IMDB
|0  katastrophal
brilliant  10|
6,0 (Filmreporter)
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Zwei Schwestern entdecken eine ungewohnte Nähe
Ausgerechnet am Weihnachtsabend macht die pubertierende Antoinetta (Kim Schnitzer) sich mit ihrem coolen Lover aus dem Staub. Der allein erziehende Vater schickt in seiner Hilflosigkeit deren ältere Schwester Francesca (Esther Zimmering) nach Rotterdam. Sie soll das geliebte Nesthäkchen finden und nach Hause bringen. Auf dem Weg nach Rotterdam gabelt Francesca jedoch erst einmal eine zugleich verwirrt und elegant wirkende ältere Frau auf: Auch Gerlinde von Habermann (Hannelore Elsner) ist auf dem Weg nach Rotterdam. Sie folgt der Spur einer verflossenen Leidenschaft. Ihre Geliebte hat sich von ihr getrennt und ist ins traute, bürgerliche Familienleben zurückgekehrt. Gerlinde ist trotz der Demütigung und ihrer großen Verzweiflung schön und verführerisch. Francesca verliebt sich schnell in sie. Gerlinde aber erkennt, dass sie einander nicht lieben, sondern nur trösten werden. Sie flieht vor Francesca und weist dieser, ohne es zu ahnen, so den Weg zu ihrer Schwester. Im Hafen von Rotterdam treffen die drei Frauen erneut aufeinander.
In ihren beiden letzten Filmen "Fremde Haut" und "Verfolgt" hat sich Angelina Maccarone kühn und ästhetisch anspruchsvoll mit tabuisierten Fragen von Geschlechtsidentität und sexuellem Begehren auseinandergesetzt. Mit "Vivere" bewegt sie sich nun in ruhigeren Gewässern. Allerdings handelt ihr neuer Film immerhin von der Liebe und Sexualität zwischen Frauen, falschen Bildern, verführerischen Wünschen und unverhoffter Nähe. In der Weihnachtsnacht begegnen sich drei ungleiche Frauen, die einander missverstehen und enttäuschen und gerade dadurch die Augen öffnen. Dabei geht es nicht ohne Klischees ab. Vor allem die beiden Männer - der machomäßig bornierte Vater und der Rockgitarrenhallodri in Rotterdam - sind ziemlich holzschnittartig geraten. Einen optischen Hochgenuss bieten dagegen die Bilder der holländischen Hafenstadt. Wenn Judith Kaufmann ("Vier Minuten") für die Kamera verantwortlich zeichnet, ist das immer Grund genug, sich den Film anzuschauen.
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In ihren beiden letzten Filmen "Fremde Haut" und "Verfolgt" hat sich Angelina Maccarone kühn und ästhetisch anspruchsvoll mit tabuisierten Fragen von Geschlechtsidentität und...
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2021