Hunting Party - Wenn der Jäger zum Gejagten wird - 2007 | FILMREPORTER.de
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Hunting Party - Wenn der Jäger zum Gejagten wird

OriginaltitelThe Hunting Party
GenreDrama
Land & Jahr USA/Kroatien/Bosnien & Herzegowina 2007
FSK & Länge ab 12 Jahren • 103 min.
KinoDeutschland
AnbieterCentral Film
Kinostart29.11.2007
RegieRichard Shepard
DarstellerLucio Slama, Miraj Grbic, Branko Smiljanic, Snezana Markovic, Aleksandra Grdic, Marinko Prga
Homepage http://www.huntingparty-film.de/
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Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenMeinungenGalerieDVDsbewerten

Richard Gere auf Kriegsverbrecherjagd

1994 berichtet der engagierte und unerschrockene Auslandsreporter Simon Hunt (Richard Gere) zusammen und seinem Kameramann Duck (Terrence Dashon Howard) über die Gräueltaten des serbischen Kriegsverbrechers Dr. Boghdanovic (Ljubomir Kerekes). Dieser wird auch der "Der Fuchs" genannt. Seine Anhänger haben in einem kleinen muslimischen Dorf ein brutales Massaker veranstalteten und bei einer Live-Übertragung in eben diesem Dorf verliert Hunt beim Anblick der Leichen die Nerven. Er kritisiert sowohl die UNO, als auch die engstirnige Berichterstattung seines Senders. Das ist das Ende seiner Karriere. Duck, der inzwischen erfolgreicher Chef-Kameramann des Senders ist, fährt im Jahr 2000 für einen Bericht nach Sarajevo. Dort meldet sich plötzlich Hunt bei ihm und eröffnet ihm, dass er weiß, wo sich "Der Fuchs" verstecke. Hunt geht es aber nicht nur um das Kopfgeld von fünf Millionen US-Dollar, das für den Kriegsverbrecher ausgesetzt wurde. Er will ihn nicht fangen, sondern für immer unschädlich machen. Nach anfänglichem Zögern sagt Duck zu und hat noch eine weniger erfreuliche Überraschung für Hunt parat. Der Sohn des Senderpräsidenten ist angehender Journalist und soll mit in den Einsatz. So machen sich Hunt, Duck und Benjamin Strauss (Jesse Eisenberg) auf den Weg, dass zu vollbringen, was der UNO, der NATO und der CIA bisher nicht gelang. Sie wollen "Den Fuchs" fangen. Dieser erfährt jedoch schnell von ihrem Vorhaben, die Jagdsaison ist damit eröffnet. Nur wer ist der Gejagte - wer das Wild?
Richard Shepard beginnt seinen Film mit einer abrupt einsetzenden Szene, die den Zuschauer direkt zum Kriegsschauplatz in Bosnien führt. Sein actionreicher Film basiert auf Scott Andersons Artikel "What I did on my Summer Vacation", der 2000 im Esquire Magazin erschien. Darin beschreibt der Journalist seine abenteuerlichen Erlebnisse in Bosnien, nachdem er sich mit vier Kollegen auf die Suche nach dem Kriegsverbrecher Radovan Karadzic machte, bis sie von der CIA gestoppt wurden. Natürlich greift Shepard nur einige Elemente der Geschichte auf. Wenn man sich aber an den Vorspann erinnert, in dem zu lesen ist "Nur die unglaublichsten Teile dieser Geschichte sind wahr", dann gibt das schon zu denken. Neben den Hauptfiguren macht der Zuschauer Bekanntschaft mit Kellnern, die bei nicht bezahlter Rechnung zum Gewehr greifen, einem Kleinwüchsigen, der den Schwarzmarkt regiert, Angst einflössenden Psychopathen, die schon mal eine Exekution für ein Gespräch mit der Liebsten unterbrechen und paranoiden Soldaten. Da die Thematik sehr brisant ist und den USA, Den Haag und der UNO gehörig auf den Schlips getreten wird, wurden die Figuren überzeichnet und bewegen sich nah am Klischee. Dafür dürfen die Helden lässig die Zigarette im Kugelhagel rauchen und einen schlagfertigen Spruch nach dem anderen reißen. Daneben hält die ausgewogene Mischung aus absurden Szenen und real anmutenden Begebenheiten, die Spannung, trotz vorhersehbarer Geschichte, immer aufrecht. Was dem Film anzurechnen ist, ist die Tatsache, dass vor Ort gedreht wurde. So kann man einen zerbeulten Mercedes bewundern, in dem die Helden die Serpentinen nach Sarajevo entlang fahren, man erhascht einen Blick auf die ehemalige Olympiasportstätte von 1984, sieht Gere in einer mit orangefarbenen Fliesen umrahmten Badewanne und zerschossene Häuser, oder was von ihnen noch übrig ist.
Hunting Party - Wenn der Jäger zum Gejagten wird

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Bewertung
7,0
7,0 (Filmreporter)     
 (1 User)

Meinungen

Guter Film

Gute Unterhaltung, die schlussendlich sehr nachdenklich stimmt.
30.12.2008 00:02 Uhr - Zausel
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Richard Shepard beginnt seinen Film mit einer abrupt einsetzenden Szene, die den Zuschauer direkt zum Kriegsschauplatz in Bosnien führt. Sein actionreicher Film basiert auf... mehr
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