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Dan - Mitten im Leben!

Originaltitel
Dan in Real Life
Genre
Komödie
 
USA 2007
 
98 min, ab 0 Jahren (fsk)
Medium
Kinofilm
 
 
Kinostart
20.03.2008 ( D | CH | A ) bei Concorde Filmverleih
 
 
Regie
Darsteller
Links
|0  katastrophal
brilliant  10|
4,7 (3 User)
7,0 (Filmreporter)
Dan - Mitten im Leben! (Kino)
Concorde

Romantische, aber trotzdem kitschfreie Komödie

Dan Burns (Steven Carell) ist alleinerziehender Vater und erfolgreicher Autor der Kolumne Dan - Mitten im Leben. Seit seine Frau vor mehreren Jahren verstarb, kümmert er sich zwar liebevoll, aber etwas konservativ um seine drei Töchter. Eine neue Liebe kommt für den aufopfernden Mann nicht in Frage. Als er sich bei dem alljährlichen Familienfest bei seinen Eltern auf Rhode Island trotzdem ausgerechnet in die Freundin (Juliette Binoche) seines Bruders Mitch (Dane Cook) verliebt, ist das Chaos vorprogrammiert. Mit allen Mitteln versucht Dan, die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Dass er sich dabei das eine oder andere Mal vor versammelter Mannschaft der Lächerlichkeit preisgibt, ist auch dem erfolgreichen Kolumnisten klar. Als schließlich eine neue Frau in Dans Leben auftaucht, wird sich auch Marie langsam über ihre Gefühle klar. Ausgerechnet ein Familienfest eignet sich denkbar schlecht dazu, die Freundin seines Bruders auszuspannen, oder vielleicht gerade...?


Sind die außergewöhnliche Filmcrew und der bemerkenswerte Cast ein Garant für eine erfolgreiche Komödie? Wohl nicht, dazu gehört noch mehr. Bei der romantischen und dennoch kitschfreien Komödie "Dan - Mitten im Leben" trifft beides zu. Regisseur Peter Hedges war als Drehbuchautor verantwortlich für "Pieces of April - Ein Tag mit April Burns", "About a Boy - Der Tag der toten Ente" sowie dem genialen "Gilbert Grape - Irgendwo in Iowa". Als Koautor wirkte er beim Oscarprämierten "Little Miss Sunshine" mit. Auch Steven Carell ist kein Unbekannter. Der Komiker nimmt sich für seine neue Aufgabe etwas zurück und spielt seine Filmfigur mit einem Hauch Sarkasmus, der nötigen Portion Ironie und der dazugehörigen Unschuld. Nur so ist es trotz der moralischen Verwerflichkeit, die Freundin des Bruders auszuspannen, möglich, das Publikum auf seine Seite zu ziehen. Auch Juliette Binoche setzt ein weiteres Mal ihr schauspielerisches Talent unter Beweis. Sie verleiht ihrer Figur eine Mischung aus Komik und Tragik, die mit dem Rest des Schauspielensembles perfekt harmoniert.

Aber es sind nicht nur die Schauspieler, die aus einer Komödie ein gelungenes Kinoerlebnis machen. Peter Hedges Geschichte ist denkbar einfach. Eine Großfamilie trifft sich samt Anhang zu dem jährlich stattfindenden Familienfest. Dass solche Zusammenkünfte nie ohne Probleme verlaufen, ist klar. Doch hier ist der Plot origineller gestrickt: Ein melancholischer Vater dreier Kinder verliebt sich in die Freundin seines Bruders. Diese Dreieckssituation wird nicht mit großem Getöse ausgeschlachtet, sondern vielmehr in kleinen, ruhigen Schritten zugespitzt, wobei sich die Komik aus einfachen Alltagssituationen ergibt. Ob ein Liebeslied für die Angebetete vor versammelter Mannschaft, kleinen Flirts beim Baseballspiel oder einer gemeinsame Dusche während die Tochter über Sex redet, Hedges vermeidet mit platten Witzen die Situation zerstören. So ist die Linie, welche tragische von der komischen Situationen trennt, nicht immer sichtbar. Mit "Dan - Mitten im Leben" gelang dem Regisseur ein romantischer Film ohne Kitsch und wenig Gefühlsduselei, in der Familienzusammenhalt, wahre Liebe und die Wahl der richtigen Entscheidungen im Vordergrund stehen. Eine Art Feel-Good-Movie, mit der Botschaft, dass man seine eigenen Ratschläge selbst befolgen sollte.
Dan - Mitten im Leben!
Concorde
Dan - Mitten im Leben! (Kino)
Eine Großfamilie trifft sich samt Anhang zum jährlichen Familienfest. Dass solche Zusammenkünfte nicht ohne Probleme ablaufen, ist klar. Doch in diesem Fall ist der Grund...  Clip starten

Feel-Good-Movie über Familienfeiern und verbotene Liebschaften, Zusammenhalt und wie man seine eigenen Ratschläge am besten befolgt.
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