Polyband
Sharkwater - Wenn Haie sterben

Sharkwater - Wenn Haie sterben

Originaltitel
Sharkwater
Regie
Rob Stewart
Darsteller
Patrick Moore, Erich Ritter, Rob Stewart, Paul Watson, Boris Worm
Kinostart:
Deutschland, am 10.04.2008 bei polyband Medien
Kinostart:
Österreich, am 30.05.2008 bei Einhorn
Genre
Dokumentarfilm
Land
Kanada
Jahr
2006
FSK
ab 12 Jahren
Länge
89 min.
IMDB
IMDB
|0  katastrophal
brilliant  10|
7,0 (Filmreporter)
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Im Kampf gegen die gnadenlose Fischereiindustrie
Eigentlich wollte Regisseur und Tiefseetaucher Rob Stewart eine Dokumentation über die Gattung drehen, die ihn sein Leben lang fasziniert hat: Haie. Doch was mit atemberaubend schönen Unterwasseraufnahmen von seltenen Hai-Schwärmen beginnt, wird während der Dreharbeiten unfreiwillig zu einem Film über die brutalen Methoden, mit denen der verteufelte Unterwasserjäger vom Menschen verfolgt und getötet wird. Gezeigt wird die illegale Fischerei vor den Galapagos-Inseln, Haie, die in Fischernetzen elendig verenden oder lebend wieder ins Wasser geworfen werden, nachdem man ihnen die Flossen abgeschnitten hat. Das geschmacklose Fleisch der Haiflosse gilt nämlich im asiatischen Bereich nach wie vor als Statussymbol. Obwohl der Glaube aus der Mode kommt, dass sich die Stärke des Tieres auf die Gesundheit dessen auswirkt, der es verspeist, , gehört eine Haifischflossensuppe zu jeder traditionellen chinesischen Hochzeit. Mit dem steigenden Wohlstand dort, steigen auch die Preise für Pillen aus der getrockneten Haiflosse. Ein Pfund davon kostete vor kurzem noch wenige Cent, heute weit über 200 Dollar. Währenddessen hat die weltweite Haifischpopulation in den letzten 50 Jahren um 90 Prozent abgenommen. Diese Industrie macht viel Geld mit dem Gemetzel. "Sharkwater - Wenn Haie sterben" zeigt Tränengasattacken gegen Kritiker, waghalsige Rammmanöver auf See, Stacheldraht und Maschinengewehre.
Es war einmal ein Film ("Der weiße Hai") der dem Hai das Image verhagelt. Ein völlig anders gestrickter Film soll dies nun wieder gerade rücken. Der Hai als Bedrohung für badende Touristen ist ebenso erfunden, wie einst Moby Dick. Wale werden heute geschützt. Haie nicht. Im Schutz des Mythos vom Menschenjagenden Monster findet eine grausame Fischerei statt. Die Dokumentation von Regisseur Rob Stewart hat ein Anliegen. Sie deckt den Umfang der Haifischindustrie auf und die Korruption, die es ihr ermöglicht, weiterhin lebendigen Tieren die Flossen abzutrennen. Der Film erzählt dabei auch seine eigene Entstehungsgeschichte: Er berichtet von verweigerten Drehgenehmigungen und Gewaltandrohung durch Mittelsmänner der Fischereiindustrie. In gerechtem Eifer überzieht Stewart seine Darstellung allerdings zuweilen etwas. Die Vergleiche der Zahlen von Toten durch Haiangriffe mit denen durch Hunger oder Drogen sind unglücklich gewählt. Die Szenen, in denen der Tierfilmer ohne Schutz neben den riesigen Raubtieren im Wasser schwimmt, sie anfasst und füttert, verharmlosen, was vorher dämonisiert wurde. Es mag ja stimmen, dass der Haifisch das Ökosystem stabilisiert, indem er die Zahl kleinerer Fisch reduziert. Ihn allein deshalb in populärwissenschaftlichem Tonfall zum Architekten der Unterwasserwelt auszurufen, hat der Film doch gar nicht nötig. Abseits peinlicher Ökopropaganda sind tolle Aufnahmen der faszinierenden Unterwasserwelt zu sehen.
André Weikard/Filmreporter.de
Es war einmal ein Film ("Der weiße Hai") der dem Hai das Image verhagelt. Ein völlig anders gestrickter Film soll dies nun wieder gerade rücken....
Kampf gegen der "Weiße Hai"
Rob Stewart hat ein Anliegen. Er will sein mit "Sharkwater - Wenn...
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2022