Filmreporter-RSS
©20th Century Fox Home Entertainment

Die Höllenfahrt der Poseidon

OriginaltitelThe Poseidon Adventure
AlternativDas Poseidon Inferno
GenreAction
Land & Jahr USA 1972
FSK & Länge ab 12 Jahren • 117 min.
KinoDeutschland
RegieRonald Neame
DarstellerCharles Bateman, Tom Steele, Craig Chudy, Ronn Cragg, Jimmy Cross, Jim Galante
Links IMDB
Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenNewsDVDsbewerten

Katastrophendrama um einen Schiffsuntergang

Der Luxus-Liner Poseidon ist kurz vor Silvester auf dem Weg von New York nach Athen. Ein starkes Seebeben bringt das Schiff jedoch zum Kentern und schließt die Passagiere im Schiffsrumpf ein. So lautet die Versuchsanordnung zum Katastrophenfilm "Die Höllenfahrt der Poseidon". Was folgt, sind die verzweifelten Versuche der Passagiere, das Heck des Schiffes zu erreichen, von wo aus sie geborgen werden können. Explosionen in den Maschinenräumen und eindringendes Wasser sorgen dafür, das Unterfangen für die verzweifelten Passagiere zu erschweren und machen den Film fürs Publikum spannend.
Regisseur Ronald Neame konzentriert sich bei der Darstellung seines Katastrophenfilms auf die gruppendynamischen Prozesse an Bord der Luxusliners. Bei der Entscheidung über den richtigen Weg aus dem labyrinthartigen Schiffsrumpf kommt es schnell zu Spannungen zwischen den Passagieren. Schon beim Auslaufen des Luxusschiffes gibt es Auseinandersetzungen um die richtige Beladung des Schiffes zwischen dem Schiffseigner und dem Kapitän. Falsche Entscheidungen erweisen sich in beiden Fällen als fatal, was den Druck auf die Protagonisten noch verstärkt. Mit dieser Konstellation folgt Neame der Idee von Paul Gallicos Roman "Der Untergang der Poseidon" aus dem Jahre 1969. Die Dreharbeiten fanden auf der RMS Queen Mary statt, die zu diesem Zeitpunkt schon außer Dienst gestellt war. Der Erfolg des Actiondramas an den Kinokassen war so groß, dass er einen Boom des Katastrophenfilms in den 1970er und frühen 80er Jahren auslöste. Beispiele dafür sind die US-Filme "Flammendes Inferno" und "Erdbeben", die beide 1974 in die Kinos kamen. Mit dem Rückkehr des Trends gegen Ende der 1990er Jahre ("Armageddon" 1998, "The Day After Tomorrow" 2004) wurde auch ein Remake des Klassikers gedreht. Wolfgang Petersens "Poseidon" bekam 2006 aber nicht die gleiche Aufmerksamkeit wie das Original. Grundelemente der Dramaturgie finden sich auch in James Camerons "Titanic". So versuchen die Protagonisten in beiden Filmen, aus dem kenternden Schiff zu kommen, bevor es sinkt. In beiden Fällen zeigt das steigende Wasser dem Zuschauer die bedrohliche Lage an und veranlasst die Charaktere zu gewagten Tauchmanövern. Das Ausgangsszenario des Klassikers ist allerdings schlichtweg unrealistisch. Auf dem offenen Meer ist ein Seebeben kaum wahrzunehmen. Erst am Ufer kann sich ein derartiges Naturphänomen in Form einer Flutwelle (Tsunami) auswirken.

Bewertung abgeben

Bewertung
6,0
 (1 User)

Meinungen

Es gibt noch keine Userkritik!
Amazon
Bücher, DVDs oder das neue Heimkino für Ihren Filmgenuss




 
Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenNewsDVDsbewerten
© 2019 Filmreporter.de