Narco- Die wunderbare Welt des Gustave Klopp

Narco - Die wunderbare Welt des Gustave Klopp

Originaltitel
Narco - The Secret Adventures of Gustave Klopp
Regie
Gilles Lellouche, Tristan Aurouet
Darsteller
Jean-Christophe Herbeth, Olivier Doran, Arnaud Henriet, Jacques Zabor, Odile Mallet, Laurent Bréchet
Kinostart:
Deutschland, bei
Genre
Komödie
Land
Frankreich
Jahr
2004
IMDB
IMDB
|0  katastrophal
brilliant  10|
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Gustave (Guillaume Canet) war schon immer ein wenig anders, als andere Kinder. Dazu trug zum einen sein Frank Sinatra verehrender und Actionfilme der üblen Sorte liebender fauler Vater bei, zum anderen leidet Gus seit seiner Kindheit an Narkolepsie. Die Schlafkrankheit raubt ihm bei vielen unpassenden Gelegenheiten das Bewusstsein. Ob bei seinem ersten Kuss, dem Schulunterricht oder dem Vorstellungsgespräch, Gus schläft immer wieder unvermittelt ein. So steht er bald ohne Job da. Sein einziger Freund ist Lenny (Benoît Poelvoorde). Auch er lebt in einer anderen Welt und träumt davon, der nächste Jean-Claude Van Damme zu werden. Gus' Frau Paméla (Zabou Breitman) ist zunehmend von dem Zustand genervt, denn Gus ist unfähig, auch nur einen Cent nach Hause zu bringen. Da trifft es sich ganz gut, dass Gus' Therapeut Samuel Pupkin (Guillaume Gallienne) das unglaubliche Zeichentalent seines Patienten entdeckt. Damit kann man bestimmt eine Menge Geld verdienen kann...
Regisseur Tristan Aurouet liefert mit seinem Spielfilmdebüt eine absolut schräge Komödie ab. Die Geschichte über einen Narkoleptiker strotzt nur so von schwarzem Humor. Die Übergänge zwischen der realen und der Traumwelt des Protagonisten lässt Aurouet kunstvoll verschmelzen, so dass man es im ersten Moment zunächst gar nicht bemerkt. Die Figuren bieten trotz aller Verrücktheit genug Menschliches, um sich mit ihnen identifizieren zu können. Die Story selbst wartet mit unterhaltsamen Wendungen auf und bietet Spannung und Spaß bis zur letzten Minute. Das Duo Gus und sein Freund Lenny erinnert ein wenig an Jeff Bridges und John Goodman in "The Big Lebowski". Guillaume Canet und Benoît Poelvoorde spielen die beiden Looser mit sichtlichem Vergnügen. Es ist schwer vorzustellen, dass irgendjemand hingebungsvoller urplötzlich einschlafen kann, als Canet. Die schwarze Komödie ist ein Spaß, den man sich nicht entgehen lassen sollte.
Tatjana Niezel, Filmreporter.de
2022