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Es geht um alles

Es geht um alles

Originaltitel
Es geht um alles
Genre
Dokumentarfilm
Land /Jahr
Deutschland 2008
 
94 min, ab 12 Jahren (fsk)
Medium
Kinofilm
Kinostart
15.05.2008 ( D | A ) bei Neue Visionen
Regie
Nina Pourlak
Darsteller
Arthur Abraham, Ulli Wegner
Homepage
http://www.es-geht-um-alles-der-film.de http://www.es-geht-um-alles-der-film.de
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IMDB
|0  katastrophal
brilliant  10|
7,0 (Filmreporter)
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Dokumentarfilm über den Boxer Arthur Abraham
Nina Pourlak geht in ihrem Dokumentarfilm der Frage nach, wie wichtig die Beziehung zwischen einem Hochleistungssportler und seinem Trainer ist. Der Film beginnt mit einer Szene, die den Boxer Arthur Abraham über die Fangemeinde hinaus bekannt gemacht hat. Eingespielt werden Originalaufnahmen des Kampfes gegen Edison Miranda vom September 2006. Abrahams Kiefer ist doppelt gebrochen, er blutet aus dem Mund und sieht aus wie ein Zombie. Trotzdem wird der Kampf nicht abgebrochen, am Ende gewinnt Abraham nach Punkten und verteidigt seinen Weltmeistertitel. So einer, denkt man, schafft doch alles. Umso erstaunlicher ist der Fortgang des Films. Er setzt an der Stelle wieder ein, als Abraham nach mehrmonatiger Pause wieder ins Training einsteigt. Jede Trainingsminute ist eine Qual, zudem sitzt ihm sein unzufriedener Trainer Ulli Wegner im Nacken. Das Filmteam begleitet Abraham während der Vorbereitungen zu den folgenden beiden Kämpfen und zeigt Ausschnitte aus diesen. Dazwischen bleibt genug Zeit, der menschlichen Beziehung zwischen dem Boxer und seinem Trainer nachzugehen und deren Motivationen zu beleuchten.
Wer außer einem Box-Fan kann an einer Dokumentation über den Boxer Arthur Abraham und dessen Trainer Ulli Wegner Gefallen finden? Eigentlich keiner, könnte man meinen, liegt in diesem Fall aber falsch. Regisseurin Nina Pourlak legt den Schwerpunkt auf den persönlichen und zwischenmenschlichen Bereich, so kommen auch Kampfsport-Verächter und Couchpotatoes auf ihre Kosten. Das Porträt bietet einen emotionalen Einblick in den Charakter des deutschen Staatsbürgers mit armenischen Wurzeln und zeigt, was Abraham immer wieder zu Höchstleistungen anspornt. Das gelingt nicht zuletzt Ex-DDR-Trainer Wegner, der seinen Schützling nach eigener Aussage "indirekt auch mag", und diesem ständig im Nacken sitzt. Schade, dass die Dokumentation gegen Ende langatmig wird. Höhepunkt ist Abrahams Comeback-Kampf gegen Sebastien Demers. Sein triumphaler Empfang in seiner armenischen Heimat wäre ein guter Abschluss gewesen. Überflüssigerweise folgt auf diese Sequenz die Vorbereitung auf einen weiteren Kampf. Weniger wäre hier mehr gewesen.
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Nina Pourlak geht in ihrem Dokumentarfilm der Frage nach, wie wichtig die Beziehung zwischen... 
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Wer außer einem Box-Fan kann an einer Dokumentation über den Boxer Arthur Abraham und dessen Trainer Ulli Wegner Gefallen finden? Eigentlich keiner, könnte man meinen, doch...
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2021