NoBody's Perfect - 2008 | FILMREPORTER.de
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NoBody's Perfect

OriginaltitelNoBody's Perfect
GenreDokumentarfilm
Land & Jahr Deutschland 2008
FSK & Länge ab 0 Jahren • 84 min.
KinoDeutschland
AnbieterVentura Film
Kinostart11.09.2008
RegieNiko von Glasow
DarstellerStefan Fricke, Niko von Glasow, Mandel von Glasow, Mat Fraser, Fred Dove, Kim Morton
Homepage https://http://www.nobodysperfect-fil...
Links IMDB
Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenTrailerGaleriebewerten

Dokumentarfilm von und über Contergan-Opfer

Viele Contergan-Opfer, darunter auch Filmemacher Niko von Glasow sind es leid, auf der Straße immer wieder angegafft zu werden. Was kann man tun, um die Menschen an den Anblick von Behinderten zu gewöhnen? Die Idee des Regisseurs: Ein Kalender mit Nacktfotos könnte Abhilfe schaffen. Die Zuschauer könnten sich deren Körper in aller Ruhe ansehen, würden sich so daran gewöhnen und in Zukunft hoffentlich unbefangener mit dem Thema Behinderung umgehen. Also begibt sich von Glasow auf die Suche nach anderen "Contis", die bereit sind, sich wie er selbst vor der Kamera auszuziehen. Die eigentliche Suche nach den Modellen tritt schnell in den Hintergrund, im Vordergrund steht die Darstellung der Lebensumstände und die Frage, wie diese mit ihrem Schicksal umgehen. Zudem bemüht sich der Regisseur um ein Gespräch mit einem Mitglied der Familie Wirtz, der Eignerfamilie der für den Medikamentenskandal verantwortlichen Firma Grünenthal, die sich bis heute nicht bei den Opfern entschuldigt hat und ihnen eine adäquate Entschädigung immer noch verweigert.
Niko von Glasow drehte einen ambitionierten, sehr persönlichen Dokumentarfilm, der durch seine eigene Behinderung besonders authentisch geraten ist. Interessant ist es zu erfahren, dass die Körper der Contergan-Opfer in recht unterschiedlichem Maß von dem Medikament missgebildet wurden. Was wirklich fasziniert, ist der unterschiedliche Umgang der Protagonisten mit ihrem Schicksal. Bei der Auswahl seiner Modelle hatte von Glasow ein glückliches Händchen. Die Dokumentation zeigt Frauen und Männern verschiedener Gesellschaftsschichten, aus unterschiedlichen Berufen und Lebensstilen, die alle ihren eigenen Weg gefunden haben, mit ihrer Lebenssituation umzugehen. Ein kleiner Kritikpunkt: Manchmal hört von Glasow in den Gesprächen auf zu fragen, wo es interessant geworden wäre. Ursache ist vielleicht die Sensibilität des Filmemachers, der selbst mit seinem Schicksal hadert und sich und seiner "muffigen Seele" wünscht, glücklich zu werden. Den Unmut kann man verstehen, wenn man bedenkt, dass die für den Contergan-Skandal verantwortliche Firma Grünenthal sich bis heute nicht bei den Opfern entschuldigt hat. Aus der Eignerfamilie Wirtz war niemand bereit, sich mit dem Regisseur zu treffen - peinlich, peinlich!
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